Lyrisches von Helmut Maier

Kategorie: Allgemein (Seite 86 von 96)

Tschechisch-Unterricht auf dem Maier-Lyrik-Blog ;-) -Teil 5

Wer was zu sagen hat

Wer sind die Stummen?
Und wer die des Wortes Mächtigen?
Barbaren waren der Sprache
der Griechen nicht mächtig.
Wer nicht deutsch spricht
in Deutschland
(außer den Sorben ”“ und Dänen
– natürlich),
hat sich vom Migrationshintergrund
noch nicht gelöst und hat
nichts zu sagen.

Wie stellt sich das dar
im ”šslovnik”˜,
dem tschechischen Wörterbuch?

Der Slowake (tschechisch ”šSlovak”˜)
wie der Slowene (tschechisch ,Slovinec”˜)
und wie der Slawe (tschechisch ”šSlovan”˜)
ganz allgemein (also auch der Tscheche,
wie auch der Sorbe)
sind des ”šslovo”˜ ja mächtig,
des Wortes,
nicht aber, der stumm ist
(tschechisch ”šnemy”˜),
also der ”šNemec”˜,
der Deutsche.

Und der glaubt,
zum Volk der Dichter und Denker
zu gehören.

Die angeführten tschechischen Wörter sind mit den richtigen Akzenten hier aufgeführt.

BLOGPAUSE

Ich nehme mir ein paar Tage Großelternzeit (eigentlich schon seit gestern*) Ich bitte um etwas Geduld.

*Deshalb habe ich die Inauguration Obamas nicht live miterlebt. Wer das Gedicht von Elizabeth Alexander gehört hat, kann der oder die darüber berichten?

Elizabeth Alexander meint:

«Ein Gedicht kann uns eine Atempause geben, einen anderen Blick auf die Welt. Und das ist manchmal sehr nützlich, um Probleme anzugehen.»

Ich finde, das ist ein wichtiges Kriterium für Lyrik!

(Und wer ist Elizabeth Alexander? Das erfährt man hier: Netzeitung)

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Maier-Lyrik

Theme von Anders NorénHoch ↑