Lyrisches von Helmut Maier

Kategorie: Allgemein (Seite 76 von 96)

Abgründe und Gründe

Erst waren Deutsche nur
mitschuldig an einem
Völkermord dann
begingen sie
selber
einen.

Nur noch
perfekter.

Genozide:
Aghet und
Holocaust.

So etwas
zeigt man den Deutschen
lieber erst tief in der Nacht.

Erst wenn man
so was für einen
Kriegsgrund benötigt,
wird man es auch am Tag
thematisieren.

Die drei Frauen

Es herrschten drei Matres am Rhein
zur Zeit der Kelten so fein,
doch sie wurden vergessen
und es entstand unterdessen
die Herrschaft vom Männerverein.

In dem Kaiserreich dann aller Preußen
da meinten die Männer zu beweußen
dass Frauen nichts können;
man wollt ihnen nicht gönnen,
dass manche sie wünschten zu preisen.

Doch gab es so manch”˜ Unentwegte,
die mehr als die Männer bewegte.
Doch wieder vergessen
wurden sie. So besessen
war´n die Männer, die’s damals aufregte.

Heut kennt man sie wieder beim Namen;
sie fallen noch immer aus dem Rahmen
des heute Gewohnten,
die niemals Geschonten.
Ihre Namen möcht ich gern einrahmen.

Als wir in Nordrhein-Westfalen zum Friedenskongress in Essen waren, da haben wir die Gelegenheit genützt, uns auch die Ausstellung in der Fernuniversität Hagen über Hedwig Dohm anzuschauen. Ich habe hier im Blog schon über sie berichtet. Das Nordrheinwestfalen-Ticket zur Feier der Kulturhauptstadt Essen hat uns den Besuch auch in Hagen erleichtert.
Anlässlich des Internationalen Frauentags habe ich auch über Clara Zetkin berichtet, die diesen Kampftag ins Leben gerufen hat.
Nun habe ich kürzlich noch einen zweiteiligen Film über Hope Bridges Adams Lehmann im ZDF gesehen, die erste Ärztin in Deutschland. Sie war eine Freundin von Clara Zetkin.

Diese drei Frauen haben mich an die drei Matres erinnert, die zur Zeit der Kelten verehrt wurden. Deshalb ”“ aber ohne zu behaupten, dass nur diese drei Frauen im neunzehnten Jahrhundert so Besonderes geleistet haben ”“ habe ich hier drei Links zu Informationen über sie zusammengestellt:

https://wapedia.mobi/de/Hedwig_Dohm
https://wapedia.mobi/de/Hope_Bridges_Adams_Lehmann
https://wapedia.mobi/de/Clara_Zetkin

Ostermarsch 2010

Wir sind,
Gott sei Dank,
realistisch genug
und erliegen
den Verheißungen nicht
irgendwelcher Ismen,

sagen die Bellizisten.

Ich aber
bin naiv genug
zu glauben,
dass auch die Hoffnung,
die sie ans Kreuz geschlagen,
auferstehen wird

an Ostern.

Deswegen gebe ich beispielhaft den Aufruf des DGB Baden-Württemberg zur Teilnahme an den Ostermärschen der Friedensbewegung hier weiter:
https://www.friedenskooperative.de/netzwerk/om10-021.htm
und melde mich mit weiteren Beiträgen erst wieder nach Ostern.
Auch Euch allen ein schönes Osterfest!
Weitere Informationen hier:
https://www.friedenskooperative.de/netzwerk/om2010.htm

Hey, heute ist doch der 1. April, also …

Mein erster Beitrag von heute enthält den Satz:

„Es ist kürzlich wissenschaftlich bewiesen worden, las ich in der Zeitung, dass eine Welt ohne Militär nicht friedlich sein könnte.“

Das war „natürlich“ ein – vielleicht makabrer (?) – Aprilscherz!

Wenn es stimmen würde, dass es einen entsprechenden wissenschaftlichen Beweis gäbe – aber nur dann – wäre allerdings der Satz „Mein Blog scheint deswegen obsolet geworden zu sein“ von mir ernstgemeint. Wer mehr dazu wissen will, muss meine Beiträge zur „Theorie der Lyrik“ lesen.

Ihr lieben KommentatorInnen Brigitte, Curt, Petros und Uta habt wunderbar darauf reagiert. Dafür möchte ich mich sehr bei Euch bedanken. Ja, der Wissenschaft darf man nicht unbesehen alles glauben – genauso wenig wie den Aprilscherzen 🙂 . Die Devise: ‚Kopf hoch‘ gilt weiter.

Als Versuch meiner Ehrenrettung bezüglich des möglicherweise makabren Gehalts möchte ich noch anfügen, dass ich den Aprilscherz nicht unter „Allgemeines“ oder „Neue Maier-Lyrik“, sondern unter „Kunterbuntes“ abgespeichert habe. 😉
Hat’s jemand gemerkt?

Essener Erklärung – Jetzt den Weg ebnen für die vollständige Beseitigung aller Atomwaffen

Der Kongress „Friedenskultur.2010 – Unsere Zukunft atomwaffenfrei“ vom 19. bis 21. März 2010 (an dem auch meine Frau und ich teilnehmen konnten) war der Beitrag der Friedensbewegung zur Gestaltung Kulturhauptstadt Europas Essen 2010. Hier haben international renommierte Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Publizistik gemeinsam mit engagierten Bürger/innen Handlungsperspektiven zur atomaren Abrüstung beraten. Die Essener Erklärung (hier als PDF-Datei) fasst die Ergebnisse zusammen.
Von weltweiter Bedeutung ist der nächste Schritt zur Verwirklichung der nuklearen Abrüstung. Im Mai tagt in New York die 7. Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages. Auf dieser Konferenz wird sich entscheiden, ob der Atomwaffensperrvertrag tragfähig bleibt und neue Initiativen zur Abschaffung aller Atomwaffen eine Perspektive haben. Scheitert die Konferenz, wäre der Weg offen für ein atomares Wettrüsten von immer mehr Atomwaffenstaaten. …

Von den in New York sich versammelnden Vertragsstaaten des Atomwaffensperrvertrages erwarten wir als konkrete erste Schritte auf dem Weg zur atomwaffenfreien Welt
– Alle Modernisierungsvorhaben zu stoppen und auf Ersteinsatzplanungen zu verzichten
– Den Atomteststoppvertrag zu ratifizieren und zu unterzeichnen
– Verhandlungen über eine atomwaffenfreie Zone im Nahen und Mittleren Osten den Weg zu ebnen
Verhandlungen über eine Nuklearwaffenkonvention mit dem Ziel des Verbots aller Atomwaffen zu vereinbaren

Die Essener Erklärung kann hier: HIER online unterzeichnet werden!

Susannes Weblog

„Der Gesang der Delphine“ von Susanne Ulrike Maria Albrecht ( zu finden als Gastlyrik bei https://www.repage2.de/member/hans-peter/gaestelyrik.html ) ist ein Gedicht, das mir sehr gut gefällt, ein Gedicht, in das ich mich so richtig hineinlegen kann.
Susanne Albrecht hat seit kurzem auch ein eigenes Blog. Dort findet man Lyrik und Prosa gemischt.
Besonders gut hat mir dort das Gedicht „Regen“ gefallen ( https://www.blogigo.de/ENGEL0311/REGEN-von-Susanne-Ulrike-Maria-Albrecht/25/ ).
Schön, wie da der Regen nicht nur geschildert wird, sondern selbst zur handelnden Person mit eigenen Gefühlen wird: „Wie der Regen in die Höhe springt,/ Vor Freude“ oder „Durch die Straßen läuft er,/ Macht so viel Spuk darum,/ Singt lustvoll Spottlieder in den Weiden.“

Es lohnt sich also sicher, das Blog zu besuchen: https://www.blogigo.de/ENGEL0311 .

Bundeswehr am Hindukusch – wie lange noch?

Unter dieser Fragestellung spricht heute Abend ab 18.00 Uhr Jürgen Rose, Diplom-Pädagoge, Oberstleutnant der Bundeswehr a.D. im AK »Darmstädter Signal« im Salemer Pfleghof (Paulussaal) Esslingen, Untere Beutau 8 – 10 .
Siehe dazu die Einladung des Friedensbündnisses Esslingen hier: https://www.friedensbuendnis-esslingen.de/veranstaltungen.html

Siehe besonders auch – das gilt explizit erst recht für alle, die nicht nach Esslingen kommen können – das Vorabinterview in der Esslinger Zeitung von heute (das ein paar Tage lang hier zu finden sein sollte: https://www.ez-online.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel530195.cfm ).

Der Titel des Interviews lautet: „Westliche Demokratien missbrauchen ihre Streitkräfte“

HEUTE, 13. März, will ich noch hinzufügen, dass mir noch nie die weittragende Klärung der Tatsache so bewusst geworden ist, dass es sich beim Afghanistankrieg völlig um eine völkerrechtswidrige Aktionskette handelt, wie beim gestrigen Vortrag von Jürgen Rose.
Aus Wikipedia möchte ich über Jürgen Rose noch dies zitieren: „Am 15. März 2007 bat Rose aus Gewissensgründen in einem Schreiben an seinen Vorgesetzten um Entbindung von allen Aufträgen, die seine Mitarbeit an Unterstützungsleistungen, die den Einsatz von Tornado-Jets zur Kampfunterstützung in Afghanistan sowie generell die von ihm als völkerrechtswidrig erachtete „Operation Enduring Freedom“ betreffen: „Im Hinblick auf die von der Bundesregierung getroffene Entscheidung, Waffensysteme TORNADO der Bundesluftwaffe zum Einsatz nach Afghanistan zu entsenden (Antrag der Bundesregierung vom 8. Februar 2007 ”“ BT-Drs. 16/4298), den daraufhin am 9. März 2007 erfolgten Zustimmungsbeschluss des Deutschen Bundestages sowie die mittlerweile ergangene Befehlsgebung des Streitkräfteunterstützungskommandos zur Umsetzung dieser Entscheidung erkläre ich hiermit, dass ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann, den Einsatz von TORNADO-Waffensystemen in Afghanistan in irgendeiner Form zu unterstützen, da meiner Auffassung nach nicht auszuschließen ist, dass ich hierdurch kraft aktiven eigenen Handelns zu einem Bundeswehreinsatz beitrage, gegen den gravierende verfassungsrechtliche, völkerrechtliche, strafrechtliche sowie völkerstrafrechtliche Bedenken bestehen. Zugleich beantrage ich hiermit, auch von allen weiteren Aufträgen, die im Zusammenhang mit der „Operation Enduring Freedom“ im allgemeinen und mit der Entsendung der Waffensysteme TORNADO nach Afghanistan im besonderen stehen, entbunden zu werden.“ [1] Rose wurde daraufhin durch den SPD-Wehrexperten Rainer Arnold aufgefordert, angesichts seiner massiven Vorbehalte den Dienst mit der Waffe zu quittieren und aus der Bundeswehr auszuscheiden[2].

Ein Hauptmann des KSK bezeichnete Rose im Juli 2007 unter anderem als „Feind im Inneren“ und drohte ihm per E-Mail mit den Worten: „Sie werden beobachtet, nein nicht von impotenten instrumentalisierten Diensten, sondern von Offizieren einer neuen Generation, die handeln werden, wenn es die Zeit erforderlich macht.“ Für diese Drohung wurde lediglich ein Verweis als einfache Disziplinarmaßnahme ausgesprochen. Der Wehrbeauftragte Reinhold Robbe sah diese Strafe als unangemessen gering an, [3] zumal Rose seitens der Bundeswehr für seine Reaktion auf dieses Drohung (er hatte in dem Zusammenhang das KSK als Kloake bezeichnet) mit einer Geldbuße von 3.000 ‚¬ wegen Beleidigung belegt wurde[4].

Rose wurde nach seiner Weigerung „gewissensschonend“ in Aufgaben zur Unterstützung des Kommandanten der Bayern-Kaserne in München verwendet und ist inzwischen als Oberstleutnant in den Ruhestand getreten.

Rose ist seit November 2006 Mitglied im Vorstand des Arbeitskreises Darmstädter Signal.“

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