Lyrisches von Helmut Maier

Noch mehr Erinnerungen

… und dann darf und kann
ich nichts von alledem vergessen:
Wie wir einmal – ein einziges Mal
in Palästina und Israel waren
(auf einer Reise von Alsharq
durch Palästina und Israel)
und die grässlichste Erfahrung machten
in der heiligen Stadt Hebron

Da mussten wir durch einen dunklen Gang
mit Drehkreuz gesichert und mit persönlicher Kontrolle
wie bei einem Abflug mit dem Flugzeug
dorthin zum Grab der drei Erzväter Israels bzw.auch der Muslime
Abraham/Ibrahim (und für die Juden: Isaak und Jakob
und ihre Frauen Sara Rebekka und Lea) in der Mitte des Gebäudes
und Ismael wird auch mit dieser Stelle verbunden
die sich jeweils an der „Grenze“ zwischen einer israelischen
und einer Moschee-Seite befanden.

Und auf der Straße zu dieser war
kein Zugang für Palästinenser*innen.
Nur durch das Drehkreuz!
Und in der verbotenen Straße
mussten die (noch) palästinensischen Bewohner*innen
ihre Haustüre offen lassen,
damit jederzeit Soldaten das Haus stürmen konnten
Und vor dem Eingang in die Synagoge
war (für Deutsche – und Juden? – noch eine Kontrolle
und auf der anderen Seite des riesigen Gebäudes
war die muslimische Moschee mit einem extra Eingang

Und heute ist wahrscheinlich alles
noch viel, viel schlimmer!

1 Kommentar

  1. Petros

    …es muss eine wahrhaft grässliche Erfahrung gewesen sein. Und jetzt ist bestimmt alles noch viel schlimmer!

    LG Petros

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