Die ersten Schneeflocken im Jahr!
Sie kommen mit der kalten Brise.
Doch da ist nur Aufgeschäumtes am Himmel.
*ein Achtundzwanziger ( https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/ )
Lyrisches von Helmut Maier
Die ersten Schneeflocken im Jahr!
Sie kommen mit der kalten Brise.
Doch da ist nur Aufgeschäumtes am Himmel.
*ein Achtundzwanziger ( https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/ )
Tränen der zornigen Freude
treibt mir doch in die Augen der Ruf
bei der Montagsdemo: Ho-Ho-Hopfenzitz!
*ein Achtundzwanziger ( https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/ )
Vergangenes noch
in der Erinnerung,
Zukünftiges heiß ersehnt
oder erwartet
voller Angst.
Was liegt dazwischen?
Kurzes Bewusstsein
von Gegenwart.
Was ist wohl anders in 2012
als im vergehenden 2011?
In beiden Jahren werde ich
gekämpft haben.
Gegen den Krieg
in Afghanistan.
Gegen die Kriege
der Zukunft.
Vergebens
sind nur
die ungekämpften
Kämpfe.
Gegen Stuttgart 21,
das nur Murks gebiert.
Gegen die Dummheit
der Betrogenen.
Gegen die Cleverness
der Betrüger.
Dagegen
kämpfe ich.
Ich bemühe mich,
nicht kämpfend
zu kämpfen.
Friedferigkeit
verlangt man von mir,
meinem Zorn
und meinem Wissen,
das ich für besser halte
als das der Betrogenen.
Nicht wird es aufhören,
das Wissen um die Verrücktheit
der Atomwaffen überall
in der Welt, auch
in Deutschland, das Wissen
um die Umweltzerstörung
durch Ohnmachtsglaube
der Schänder.
Schande ist es,
dass Menschen Hungers sterben,
während wir uns laben
an unserem Überfluss,
dem Überflüssigen,
dessen Geldströme uns
überströmen und drohen
uns zu überschwemmen
wie auch die Waffenströme,
mit denen wir wirtschaftsstarken
Nationen unsere Geldinseln schaffen,
auf denen wir ausgesetzt sind
auf Inseln im Ozean des Unrechts,
des gar nicht pazifizierten,
im Ozean der Lieblosigkeit
mit den Verteidigungsmauern
gegen die Armut, im freien Austausch
der Waren, aber nicht der Menschen.
2012 wird da keine Ausnahme sein,
fürchte ich und wollte so gerne
einen Neuanfang und wollte
Ja dazu sagen und glauben
an die Demokratie.
Ach, wie kann ich guten Gewissens
ein gutes neues Jahr euch wünschen,
wenn ich selber nicht daran glaube,
nur bereit bin,
mich dafür einzusetzen
trotz aller Verzweiflung?
Kann ein Volksentscheid
dem Ministerpräsidenten verbieten,
Schaden vom Volk abzuwenden?
Es dämmert mir, dass „Dämmerung“
nicht mathematisch aussagen kann,
welche Uhrzeit wir denn nun wirklich haben.
*ein Achtundzwanziger: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/
Das Überreiche
zur Genüge genießen:
gelingt mir oft nicht.
Yin und Yang
sind wie Tag und Nacht.
Eins gibt’s nicht
ohne das andre.
Was grade vorherrscht,
macht den Unterschied.
Nicht mehr Betrug
muss gekennzeichnet werden,
sondern Nicht-Betrug.
Also gibt´s neuerdings
keine Kennzeichnung mehr.
Das Weihnachtsfest sei überstrahlt
von der Wintersonnwende-Hoffnung,
die keines dogmatischen Glaubens bedarf.
*ein Achtundzwanziger: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/
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