Zwischen die Birken fällt ein Licht.
Wie blau leuchtet das Vergissmeinnicht!
Drum rum im Schatten blühen tausend Blumen.
*ein Achtundzwanziger ( https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/ )
Lyrisches von Helmut Maier
Zwischen die Birken fällt ein Licht.
Wie blau leuchtet das Vergissmeinnicht!
Drum rum im Schatten blühen tausend Blumen.
*ein Achtundzwanziger ( https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/ )
WICHT RODET
WORTDICHTE.
DORT: WICHTE!
DORT WEICHT
WORTDICHTE.
*Anagrammatische Kurzlyrik
Wenn
MARIE ERST
ÄRMER IST,
MAIER ERST
ARMES TIER
(REISTE ARM).
RATE ES MIR:
ATME IRRES:
STAR-REIME
(ER AM STIER),
ART MISERE,
EIMER-RAST.
RATE, REIME.
(MIESER RAT!)
ASTER-REIM?
IM ARRESTE?
ERSTER MAI !
*Anagrammatische Lyrik
In Esslingen am Schurwaldhang
nach Kirschen- und Birnenblüten auch
die rotglänzende Pracht der Apfelblüten.
*ein Achtundzwanziger ( https://www.maierlyrik.de/blog/wp-admin/page.php?action=edit&post=3756 )
Entflohen der Diktatur,
entlassen in die Freiheit,
die unheimliche.
Wie gut,
dass es in der real existierenden
Demokratie Regeln gibt,
an die er sich halten kann,
ohne abzustürzen
ins Bodenlose,
das ihn fürchten machte
der Diktator.
Nun will er alle anderen
einbinden
in die Sicherheitsleine,
damit sie auch keinen Zentimeter weit
in Gefahr sind
abzustürzen
und ihn mitzureißen
ins Unbekannte.
Einbinden lassen
will ich mich nicht,
auch nicht von irgendeinem
Bundespräsidenten.
Die Gefahr ”“ was sage ich ”“
der Verdacht liegt nahe:
Einwickeln wollen sie uns,
ein Korsett anlegen.
Schön soll es aussehen,
wenn wir vorgeführt werden
den Entscheidern.
Mitentscheiden
wollen wir,
nicht mit einstimmen
in den Chor
der Zujubelnden
oder auch nur
der Überwältigten.
Binden und Knebeln
ist nicht demokratisch.
Curts ( https://manacur.blogspot.com ) Kommentargedicht darf ich Euch auf keinen Fall vorenthalten:
ganz euphemistisch
eingebunden
fühlt sich der Bürger
honoriert
wird kategorisch
abgefunden
spürt nicht den Würger
garantiert
vergisst euphorisch
hinzuschauen
merkt nicht, wie komisch,
dass mit Klauen
er eingewickelt wird.
Es ist ein Grauen!
Empört euch.
Überhebt euch nicht
über die Mitbeleidigten,
ja nicht einmal über die Beleidiger,
aber entschieden widersteht
den Beleidigungen.
Nicht zu Recht
sprechen die Würde sie euch ab.
Machet sie geltend,
die Erhabenheit des Daseins.
Empor gehe
das Streben,
empor
zu den Glanzlichtern
der Menschlichkeit,
die euch gebühren.
Setzet die Worte klug,
setzt sie in Würde,
setzt sie in Schönheit
des Denkens und Fühlens.
Poesie möge euch leiten.
Empor immer,
empor.
Dieses Jahr*
Schaffen sie´s in den Sommer rein?
Sie blühten zeitig schon im Frühling:
die weißen Sommerknotenblumen-Glöckchen.
*ein 28er: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/
Besuch im Marbacher Literaturmuseum
am Freitag, dem 13. April 2012
In der chronologischen
Reihenfolge nach ”š2011”˜
(letztes Ausstellungsstück:
Roger Willemsen
mit dem einen Satz:
„Wer liebt,
wechselt das Jahrhundert“)
ist im ”šLiteraturmuseum
der Moderne”˜
in Marbach
noch e i n e Vitrine
ganz leer.
Hundert Jahre sind ein Nichts*.
Moderner als modern
ist es nicht geworden.
Was führt hinaus
über Benn und Kafka,
Heinrich Mann und Rilke?
Das erneute Weltende-Gerede?
Jedenfalls auch nicht
neu ist das Chaos der Welt.
Katastrophen beide Male
nicht ausgeschlossen.
* Vergleiche: Veinte años no es nada (Carlos Gardel)
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