Lyrisches von Helmut Maier

Schlagwort: Neue Maier-Lyrik (Seite 92 von 165)

Rosenwohlgerüche

Habe Rosenwohlgerüche
voller Entzücken eingesogen
und finde mich entrückt in bess´re Welten.

Sie sollen für mein Wohlbefinden gelten
noch läng´re Frist und ungelogen
mich anders blicken lassen auf´s Gegeb´ne.

Frühlingsgebaren*

Auf dem goldgrundgleichen Blaugrund
sind Zweigzeichen lebensgrün gesetzt.
Farbtöne zeigen Klangfarben der Stimme.

Üppiges Frühlingsgebaren
hat die Potenz einer Weltsprache.

*ein Janka ( https://www.maierlyrik.de/blog/der-janka/ )

Durch den Achtundzwanziger von Christin von Margenburg (https://colorsigns.wordpress.com/) bin ich gewahr geworden, dass mein Janka ein Pfingstgedicht ist:

Wie sie aneinander liegen
und sich halten am blauen Himmel
fast unbemerkt, die Festtage der Kirche.

Bekenntnis

Ich bin der Größte,
Verzeihung: der größte Aufschneider;
oder doch: irgendwas dazwischen.

Oder vielleicht doch
von allem ein bisschen?

Unterm blau-weißen Himmel

Die Wackelei
von der Akeley
im Frühlingswind,
mal sacht, mal geschwind,
neben dem Birkenbaum,
ein Schönwettertraum.
Ein Schütteln, ein Nicken,
zu schade zum Pflücken,
gibt richtig aus
wie ein Blumenstrauß;
zum Muttertag
der wohl gelten mag.
In Rosa, in Blau,
zum Kaffee am Mittag genau,
spreizt Blütenblätter
wie die Federn der Pfau.
Oh, schau!

Frühlings-Erwartung

F: Fortschrittsglaube als utopisch verbrämt erklärt.
R: Reue über jede verpasste Chance.
Ü: Überschwang als Gefahr gefürchtet.
H: Heute ist nur die Vorbereitung aufs Morgen.
L: Lange, überlange erscheint die Zeit bis zur Reife.
I: Irgendetwas enttäuscht jeden Tag.
N: Nie ist etwas fertig, nur schon vergangen ist manches.
G: Gerne gilt nur die Zukunft als ideal.

Maienwonne erfahren.
Jubelnd jeden Tag lieben.
Köstliches wirklich kosten können.

Wahrlich, das bleibt Dir so versagt.

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