Weine mit Stil
las ich im Internet
und besann mich,
wie das wohl ginge,
ohne die Trauer
zu verraten.
Dass es sich
um diverse Weine
handelte,
merkte ich erst dann.
Schlagwort: Neue Maier-Lyrik (Seite 90 von 165)
Auch an der kühlen Küste Cornwalls
grünlich gelbe Getreidefelder
zwischen den Weideflächen,
wo die Lerche jubiliert,
hinter den Klippen am Hang
hin zum Bachlauf.
Es wird Sommer.
Die Clearances
vergangener Zeiten
sind ein bisschen
schon überwunden.
Die Schafe bestimmen
nicht mehr die ganze Landschaft.
Dafür gibt es Touristenmassen,
wenn dann der Sommer da ist.
Die goldene Abendsonne;
goldüberhaucht der Abendhimmel;
das Ende eines wahren Sommertages.
*ein Achtundzwanziger: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/
AMTSVERGESSENHEIT
MISSTE VERHAENGTES
GAEHNTE VERMISSTES
VERMINTE GEHASSTES
HAENGTE VERMISSTES
ISST GEMAEHTEN VERS
ISST GEMAHNTE VERSE
SEHT, IST MANEGE-VERS
– – – – – – – – – – – – – – – –
HASTIGE MESSE NERVT
VERMAG HEISSEN TEST
STEHT ES IM VERSAGEN?
SAGE IHM: VERS TESTEN!
War es der Mond,
der durch das Loch lugte einst
des Mên-an-Tol?
Oder war es die Wendesonne?
Einerlei, der heilige Schauer
erfasst mich sowieso.
Als ich ein Kind war,
da waren die Wolken noch
die Genossen der Sterne.
Wie erstaunt war ich dann,
als um die Spitzen der Berge
Wolken sich lagerten.
Ich wollt”˜ mit den Möwen lachen.
Es passte zur Urlaubs-Idylle.
Schlaflos lässt mich die politische Szene.
Jeden Tag einmal
Kamillendüfte schnuppern
auf weiten Feldern.
Vorhof des Paradieses.
Oh ja, mindestens dieses.
Felsen der cornischen Küste,
Starr steht ihr da, Ewigkeit zeigend
wie das ewige Anbranden der Wellen.
Sandflächen, gelagert in Buchten,
wo Muschelbänke warten auf die Flut.
Oben jubiliert die Lerche.
Bruthöhlen der Seevögel unten,
von wo der Blick stürzt die Klippen hinunter.
Hinunter ins tobende Meer.
Sonnenspiegelungen verfangen sich dort.