Lyrisches von Helmut Maier

Schlagwort: Neue Maier-Lyrik (Seite 79 von 165)

Homophon IV

Nächste Woche lieg ich an der Küste,
wo ich schon mal die Liebste küsste.
Ond wirglich geit´s do Sonnaschai;
No isch as endlich richdich schai.

Homophon III

Der Mann von der Bergwacht,
der träumt seinen Wach-Traum:
Säß er doch in Mallorca
und nicht in dem Wacht-Raum.

Er veschbert jezz/d Roggabrot.
Zom Glick isch´s koi drogga Brot.

Trost im Merkelland

Aktiv gegen Stuttgart 21

Aktiv gegen Stuttgart 21

Nun endlich bin ich mal wieder
(und singe die entsprechenden Lieder)
wie damals bei Brandt
hier in diesem Land
bei der Mehrheit gelandet,
von der Begeisterung schon umbrandet:
Glaub ich dem STERN
(und das tu ich gern),
bin ich bei den 63 Prozent
als einer, der sich dazu bekennt:
Nicht Bayern wer´n siegen;
Nein, den Pokal sollen kriegen
die Dortmunder Recken;
danach sollen die sich wohl strecken!

Zur neoliberalen Machtpolitik

Die Muttersau ist mir zu heilig
und auch ihre Ferkel;
ein passendes Wort finden freilich
will ich für Frau Merkel:
So sage ich halt, ja, es sei
solch eine Politik schlicht
(und schäme mich nicht)
ne Riesen-, ne Grand-Merkelei.

Ach!*

Im Schwäbischen Wald
Kindheitserinnerungen
Bemooste Wege

Dies‘ Altern mit ansehen
miterleben ”“ wie schrecklich!

Sie sagen, das Leben laufe
in Sekunden vorbei
vor dem inneren Auge
kurz vor dem Tod noch.

Doch wie lange dauern
kann es davor auch,
dass Unerledigtes
die Nächte und auch
die ungeliebten Tage
durchzieht und bestimmt,
wenn man Pech hat.

*Ein Gedicht mit einem Tanka als Einleitung

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