Lyrisches von Helmut Maier

Schlagwort: Neue Maier-Lyrik (Seite 76 von 165)

Umgang mit dem Unrecht

Unrecht kann ich nicht dulden,
mit Unrecht kann ich´s nicht tilgen.
Mit Unrecht kann ich nicht leben,
Unrecht zu tilgen ist mein Bestreben.

Wie lebe ich noch
in diesem Dilemma?
Sterben müssen
schon vor der Zeit
halte ich doch
für ein Unrecht,
bin nicht bereit,
es zu dulden.
Ich bin nicht bereit.
Wo kann ich mich bergen?

Will ich Unrecht nicht dulden,
muss das Recht ich schon säen,
bevor das Unrecht gedeiht.

Wäre ich nur nicht
immer so bequem.
Richtete ich´s nicht lieber
mir ein angenehm.

Weckt mich doch auf!

Moonshadow*

Wir einst als Paar im Schattenriss:
Schatten in der Mitternachtssonne:
Der Nacht entrissen jegliches Vergessen.

Gespeichert das Bild.
Eingebrannt ins Erinnern.
Tiefe Gewissheit.

Sollte je die Form verschwimmen,
wir finden doch immer wieder Trost
und letzte Zuflucht in dem Vollmond-Schatten.

Moonshadow,
Moonshadow.
Es klingt ja im Lied.

Es klingt auch im Leben,
Es klingt in der Liebe.
Es klingt ja im Sein.

*nicht nur ein Achtundzwanziger

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