Auf dem Gang durchs Dorf.
Ein Beleg für den Frühling.
Die ersten Veilchen.
Schlagwort: Neue Maier-Lyrik (Seite 60 von 165)
Einen Jungen sah ich heute,
der lief übern gepflügten Acker;
leichtfüßig hinterließ er keine Spuren.
*ein Achtundzwanziger
Oligarchen,
die nicht schnarchen,
hellwach uns verschaukeln,
eine heile Welt uns vorgaukeln.
Sie sind ja so (neo-)liberal.
Es ist schon richtig eine Qual –
allemal.
Wie kann man sie stoppen?
Wir sollten sie foppen.
Unsre wahren Bedürfnisse kennen,
sie wieder und wieder beim Namen nennen,
beim Namen, den sie nicht verstehen,
bei dessen Klang sie aber vergehen,
weil er gar zu revolutionär ihnen klingt
und dem ein Überraschungs-Coup bei ihnen gelingt:
Freiheit, Freiheit, Freiheit
von unnöt’gem Konsumieren;
wir haben da nicht viel zu verlieren
außer den Ketten,
mit denen sie uns binden.
Echte Freiheit müssen wir finden,
wir bisher noch Blinden.
In einem gewissen Alter
ist das Ende der Winterruhe
durch die Frühlingsaktivität beschwerlich.
*ein Achtundzwanziger
Ein Farbenfeuerwerk geschaut;
durch das geschliff’ne Glas gesendet;
Entzücken löst es aus ganz tief im Innern.
*ein Achtundzwanziger
Du hast geschlafen.
Hast Pause gemacht.
Hast dir sie wahrlich verdient
nach Blühenlassen, Gedeihen und Fruchten.
Jetzt bist du endlich erwacht.
Die an dich geglaubt haben, die braven,
verwöhnst du mit einer Fülle von Blumen.
wie die ungläubigen, welche nie es verdient.
Die Natur fängt richtig jetzt an zu boomen.
Wer von beiden Gruppen
wird wohl mehr preisen dich,
ewige Seele der Erde,
immer und immer wieder
ganz und gar inniglich?

Wenn das, was uns schadet, Geld bringt,
dann wird´s bestimmt Ziel der Gesellschaft.
Gekaufte Politiker sorgen dafür.
Gib Deinen Wegen einen Sinn.
Du wirst sie lieben, sie genießen.
Nur du kannst diesen Sinn den Wegen geben.
Du weißt ja, ob sie ihn verdienen.
Du kennst dich aus, weil sie dich kennen.
*ein Janka: https://www.maierlyrik.de/blog/der-janka/
Krokusse, gelb und violett,
umkränzen Märzenbecherscharen.
Und Bienen kehren ein sich dran zu laben.
Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.
Auf Urlaubsreise
mit hundert Sachen
oder auch mehr:
Das Brausen auf der Autobahn;
es fällt uns keinesfalls schwer.
Es stinkt der Auspuff
und wir atmen schwer.
Wir kommen von dort
und wollen hierher.
Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.
Schalom, pace, mir, frieden und mehr;
wir rüsten auf, genug, nicht zu sehr.
Vielleicht erreichen wir ihn irgendwann.
Wir lassen’s uns auch was kosten;
es kommt ja drauf an:
Nicht locker lassen,
das ist die Devise:
Menschenrechte, dass ein jedes
sie wirklich genieße.
Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.
Wir halten zurück uns
beim Steigern der Löhne,
dass im Süden Europas
man sich auch dran gewöhne:
Hart arbeiten muss doch,
man kann’s nicht gnug sagen,
ein jedes; man muss sich halt plagen,;
sonst verdienen noch nicht genug
die Konzerne; die geben uns was
und das willig und gerne:
noch Arbeit, solang die Maschinen
diese noch nicht tun und uns nicht
ersetzen; auf, spuckt in die Hände
und ja nicht bloß schwätzen.
Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.
Wir lieben das Leben,
soweit es halt geht;
Wir lieben einander
und früh und auch spät
erwarten wir schon,
wir kriegen den Lohn
für Leistung, die alle
zu bringen bereit.
Wir sind doch die Besten
und das weit und breit.
Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.
Mit Drohnen und Bomben
verteidigen wir,
was uns eben zusteht;
dafür sind wir hier;
Wir verteidigen das
solidarisch mit denen,
die uns lieben und ehren,
wonach wir uns sehnen,
gewiss auch bei diesen.
Sie sollen die Freundschaft
mit uns auch genießen.
Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.
Siehe auch den wunderschönen Dreizeiler von Petros dazu: https://blogpoesie.de/?p=39196 – oder hier in den Kommentaren