Gilt das denn heute noch immer:
Sei bereit! Rüste dich für den Krieg,
wenn du den Frieden wirklich erreichen willst?
Das Paradoxon vernebelt die Sinne!
Frieden muss friedlich ausgesät werden!
*ein Janka
Lyrisches von Helmut Maier
Gilt das denn heute noch immer:
Sei bereit! Rüste dich für den Krieg,
wenn du den Frieden wirklich erreichen willst?
Das Paradoxon vernebelt die Sinne!
Frieden muss friedlich ausgesät werden!
*ein Janka
Doch wieder*
Es ist doch wieder zu hören:
das Bienensummen im Blütenstrauch.
Hat’s der frühe Sommer im Mai ermöglicht?
*ein Achtundzwanziger
Meist macht erst die Grammatik klar,
ob’s Männlein oder Weiblein war
(und mehr wohl nicht,
auch wenn es nötig wäre):
Ob es ein Er oder ne Sie,
ob der gemeint ist oder die.
Oft braucht’s ne Endung unbedingt,
auch wenn’s nicht jedem richtig klingt.
Ist Lehrpersonal einmal versammelt,
ist das Verständnis oft verrammelt:
Sind Lehrerinnen auch dabei?
(Ja, manchen ist das einerlei 😉 )
Oft sagt das Wort es schon genau:
Ist es ein ‚Mann‘ oder ne ‚Frau‘.
Doch oft ist es nicht ganz so leicht
(auch wenn’s manchen ohne Klarheit reicht).
Ob Meister oder Meisterin,
da liegt Gesellschaftspolitike drin,
da möchte ich schon unterscheiden
(ich möcht‘ Lateiner da beneiden:
Bei beiderlei Geschlechtern eben
gibt Endung Klarheit halt im Leben:
Ob de-us hier, ob de-a da
Unklarheit ist beseitigt ja!)
Im Deutschen ebenfalls fast immer,
geht´s ohne Endung immer schlimmer,
will man Geschlechter unterscheiden,
Verwechslungen gerne vermeiden.
Jedoch braucht man sie nur für Frauen,
will man auf Spezifikationen bauen:
Sind Lehrer wirklich Lehrerinnen?
Darauf muss man sich schon besinnen!
Kommt man wieder in Einzelheiten,
kann das auch Schwierigkeit bereiten:
Wenn eine Muse mal den Dichter küsst,
so wird das sicherlich begrüßt.
Und gängig ist das allemal
und ganz bestimmt gilt’s als ’normal‘,
dass es so ist,
wie’s eben ist.
Doch wie ist’s beim Pendant sodann,
ist wer da dichtet gar kein Mann?
Muss Muse da nicht männlich sein,
wird eine Dichterin gecoacht? Ich mein‘,
da muss sich doch was finden lassen,
mit Endungen kann man ja prassen.
Bei Enten ist’s ganz umgekehrt,
da wird man gerne mal belehrt:
Ist männlich da das gute Tier,
bringt man den Enterich herfür.
Fasst man das alles nun zusammen,
muss man sich doch dazu ermannen
schließlich zu meinen:
Geküsst wird eine Dichterin von wem:
von einem Muserich bequem!
Butterwegge weiß:
Hartz 4 ist Pädagogik
vermittels Rohrstock
so wie im Mittelalter
oder im Ottocento.
O-la-la la-la.
Ein Birkenblätter-Rauschen.
Maiblauer Himmel.
Wenn der mehrfarbige Flieder
so üppig wie noch nie bisher blüht,
ist es eigentlich Zeit für ein schönes Lied ”¦
.
*ein (merkwürdiger) Achtundzwanziger
Ich komme kaum noch hinterher,
jede neue Blume im Gärtchen
wie es ihr gebührt würdig zu begrüßen.
.
*ein Achtundzwanziger (https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/ [neue Version!] )
Als Ausonius die blonde Bissula besang,
da schwang Maienlust durch die Luft.
Ein Feuer ward entzündet bei hellem Klang.
Uraltem Ritus folgte die Symphonie von Sang und Duft.
Belenus lächelte gar milde.
besiegt noch nicht vom doppelgesichtigen Janus.
Noch gehörte er zur antiken Gilde
der Götter, die um Rat gefragt beim bevorstehenden Annus.
In die Sphäre der Kelten war eingedrungen zwar
die Macht der Römer, die ihre Städte dort ließen
und deren Namen und wie sie bis heute hießen.
Beltane noch aber feierten Jahr um Jahr
die Erben der Unterworfenen, auch unter manch neue Herrschaft,
und feierten es im Bewusstsein einer neuen, heilenden Kraft.
Ach ja, Mafalda hat bereits
die fünfzig hinter sich gelassen.
Bloß ich Idiot, ich habe das nicht gemerkt.
.
Da gab es eine, die gleichzeitig mit mir
die feine Gesellschaft in Frage stellte.
.
*ein Janka
Ach, hörten wir endlich auf sie,
die Frauen und Männer der Vernunft.
Wir könnten alle gut und friedlich leben.
.
*ein Achtundzwanziger
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