Dialog I
– Ich war heute Morgen mal wieder
beim Kassensturz-Machen.
(Neue Sparpläne ausdenken)
– Pfennigfuchser?
Dialog II
– Ich war heute Morgen mal wieder
beim Spam-Löschen und so weiter.
(Bleistiftspitzen-Geschäft am Computer)
– Griffelspitzer?
Lyrisches von Helmut Maier
Dialog I
– Ich war heute Morgen mal wieder
beim Kassensturz-Machen.
(Neue Sparpläne ausdenken)
– Pfennigfuchser?
Dialog II
– Ich war heute Morgen mal wieder
beim Spam-Löschen und so weiter.
(Bleistiftspitzen-Geschäft am Computer)
– Griffelspitzer?
Auf lange
richte ich mich ein,
möbliere die Zukunft,
nicht achtend des Sekundenschwundes
und des möglichen Todes.
Verplempert sind Stunden und Tage,
wenn ich Jahre erwarte.
Doch Augenblicke dehnen sich
zur kostbaren Brücke,
darauf zu lustwandeln.
Das Gedicht Demonstration von Sabine Fenner hier – siehe auch den Blogroll – habe ich folgendermaßen kommentiert:
In Wyhl haben sie demonstriert.
Heute noch gibt es dort kein AKW.
Söhne von unseren Freunden
haben in Wackersdorf demonstriert.
Heute noch gibt es dort
keine Wiederaufbereitungs-Anlage.
In Mutlangen haben wir demonstriert
gegen die Pershings
(und standen in der Menschenkette von Stuttgart nach Ulm).
Heute ist Mutlangens Raketengelände
Wohngebiet – nicht für amerikanische Soldaten.
Mein Gedicht Lebenssehnsucht nach der postindustriellen Sommerfrische (siehe dort) wurde von Petros mit einem eigenen Gedicht kommentiert und heute (9.6.07) im Duett mit seinem in seinem Bloghaus veröffentlicht. Ich bedanke mich herzlich für diese Ehre und empfehle die Lektüre dort: blogpoesie.de
bzw. hier: lebenssehnsucht-aus-dem-hause-helmut-maier
Ja, es geht rund
bis oben hin,
wo sich die Kreise
konzentrieren
im Schlussstein
eines Trullodaches.
Ja, es geht rund
im Kreise
alles Wiederkehrenden
und Neuen.
Ja, es geht rund,
selbst noch im Dreieck
eines Weltenkonzentrats,
wo sich Menschheitsgeschichte
immer rundet
im Mysterium
des ewig neu beginnenden
Sizilien.
Es rundet sich und schleift
den Kiesel der Vollendung
aus den kantigen Gesprengen
in Ebbe und in Flut
im Kreis der Jahre.
Es schließt sich wohl
der Kreis
des immer neu Beginnens
in dem neuen Öffnen.
Und konzentriert sich so
bis zum gedachten Punkt,
wo alles endet und
wo alles neu sich rundet
im jetzt und jung entstandenen
und stehn´den Bogen.
Fast wird es mir zu schwindlig
von dem vielen Kreisen,
wär”˜ nicht der Funke, der
das Lebensrad noch einmal treibt.
„Vorbeugehaft für
G-8-Gegner“
titelt kürzlich die taz.
Da will ich mich doch
vorbeugend
melden.
Dann bin ich sicher …
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