Schneeflocken tanzen
über dem grünschattierten
Frühling.
Sonnenbestrahlte Palette
von leuchtenden Anderswelttönen.
Historische Kulisse
trägt ein Glänzen zu Markte
und verstumpft
auf Abruf der Belichtung
im wolkenverdichtenden Augenblick.
Blaues verschwindet
und erstrahlt wieder
nach Sekunden.
Schlagwort: Neue Maier-Lyrik (Seite 153 von 165)
Geheimnisvolles Sein
hinter der Großen Mutter
und in ihr,
der Ewigen …
Geheimnisvolles Sein
hinter dem Wesen des Seienden
und in ihm,
dem Ewigen …
Geheimnisvolles Sein
hinter dir
und mir
und ihnen
und in uns,
den Wesen des Geistes
im zeitlichen Leben,
den Pflanzen, Tieren
und Menschen und
allen Wesen der Welt …
Geheimnisvolles Sein
alles Seienden,
alles Webenden,
alles Liebenden
– lass mich Dich spüren
und glauben
und leben
und das verheißene Glück
dann erfahren.
–
–
–
Dazu passend gibt es eine lyrische Ergänzung von Petros.
Oi oizigs Oi
leiit no em Garda rom
vo Oschdra.
Ällas isch emmer no
grea.
D´r Schnee hot´s nemme
zuadeckt,
des od´r´s Oi.
Mit femf hondert Meter Haiche
semmer nau nohch
d´rbei gwea
heiida Morga.
Gestern noch Scherze.
Heute die volle Wahrheit.
Unbarmherzigkeit.
Wenn Tilsiter
wie Champagner
behandelt würde,
gäbe es keinen mehr:
Tilsiter Käse.
Ich bleibe, wo mein Omaland mit
Mutter-, Opa- und Vaterland
sich verbinden
könnte,
Blicke nach beiden Seiten
sich bieten.
Pilze zu suchen
und Tiefe zu ahnen, daraus
Gedichte zu machen.
Proletarier sein
und Landkind
und in den Mauern unseres
Hauses
Stadtwohnung simulieren
mit Internet-Anschluss
heißt das Dorf
zu bewohnen
in dieser Zeit.
Aus Punkten voll
lichtiger Farben
das Bild des Lebens
zu malen,
bietet die Ruhe
des Bleibens,
bis irgendwann ich bleibe
in Mutter Erde
und in den Lüften blicke
auf Schwester Teck.
Auch Schnee im Mai wohl
zu erwarten gibt Resten
hier die Dauer doch
nicht Regenschauer zwar
die kommen hinterher
das Eis gebrochen ist es
allemal sei´s drum
wenn Sonnenlachen dann
am Ende steht das Jahr
lässt sich unendlich
ja nicht foppen
„Meine Bekenntnisse sehe ich
dahintreiben Wollmäuse
in der Steinwüste des Wissens
verschwimmen im Sandsturm
der Gefühle unbeheimatet und
vage davonschweben im Schwarm
mitfliegen und verschwinden
an Horizonten aufleuchtender
Irrlichter begraben keiner
will sie ergreifen und jeder lässt sie
entkommen jeder hält sie
genausowenig wie ich
in den leeren Händen nur
meine Rufe erreichen sie noch
Ãhre Antworten undeutlich
kryptisch ihr Sinn aber
es gibt sie …“
Kosovo
Wo noch?
Kongo
Sonstwo?
Bosnien-Herzegowina
So wie wir´s haben wollen?
Horn von Afrika
Kein Abschied vom Golf von Aden?
Afghanistan
Nicht nur in Schierenblecken?
Oh nein
Wir verteidigen unseren
Mitherrschaftsanspruch
in dieser Welt
am heftigsten
am Hindukusch
Wie wollen wir da
China kritisieren?
Zum Welttag der Poesie am 21. März – erinnert durch Brigitte Fuchs – angeregt durch syntaxia
Ja, Worte wirken.
Worte in Sätze gewirkt.
Hartnäckig und schön.