Lyrisches von Helmut Maier

Schlagwort: Neue Maier-Lyrik (Seite 140 von 165)

Wir sind Papst ”“ in zwei Chören zu singen*

Chor 1: Entlasset ihn,
entlasset ihn,
entlasset ihn
aus allen seinen Schulden.

Chor 2: Den Kirchenfürst,
den Kirchenfürst,
den Kirchenfürsten
wollen wir wohl dulden.

Chor 1: Entlasset ihn!
Chor 2: Den Kirchenfürst!
Chor 1: Entlasset ihn!
Chor 2: Den Kirchenfürst!

Den Kirchenfürsten müssen wir wohl dulden.

* nach der Melodie von „Oh hängt ihn auf ….

Barbara hat mit einer schönen Kommentarstrophe reagiert und viel Spaß beim Singen gewünscht:

Oh rüttle nicht,
oh, rüttle nicht,
oh, rüttle nicht
an alten grauen Mauern.

Auch heute noch,
auch heute noch,
wird, der es wagt,
erstaunlich schnell bedauern.

Oh, rüttle nicht,
auch heute noch (Wiederholung)

wird der es wagt, erstaunlich schnell bedauern.

Hoffnungslos

Hoffnungslos
ist das Schwelgen
im Jammern.
Mund und Nase
leiten das Wasser
des Ertrinkens
dir in die Lungen

gegenwehrlos.

Kommentargedicht von Paul Spinger :

Ach wie schön ist ´s melancholisch
Vor dem Kerzenschein zu sitzen,
Während andre diabolisch
In der guten Laune schwitzen.

Kommentargedicht von Petros :

Ich schreib so gern Satire.
Das ist, weil ich mich ziere.
Und in verzerrten Bildern
Lässt sich so manches schildern.
Ganz ohne ein Betroffen
Mit und mit ohne Hoffen.

Verzweigung

Abzweigen
vom Mainstream.
Nichts abzweigen,
was einem nicht zusteht
vom allgemeinen
Reichtum.

Das wären Zustände,
wie man sie sich
nur wünschen könnte:

Fruchttragende Äste
spreizten sich ab
vom Stamm:
Wohlstand für alle.

Irena 2009

Irena,
Sonnenkind,
friedvolle Künderin
weltweiter Sonnenkräfte,
wägend den Wert neuen Lebens,
windumtost, doch zerstörend ja nimmer.
Eirene

durch Wind, Wasser, Sonne.

Diesen „Link zur Irena 2009 will ich noch hinzufügen:  https://www.eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=868&Itemid=213

Die Kommentargedichte von Paul und Petros lassen sich bestimmt mit und ohne diesen Hinweis lesen:

Paul:

Sie, die lieblichste der Horen,
Wird von dir zu Recht beschworen.
Ihre wunderbaren Kräfte
Stören alle Kriegsgeschäfte.

Petros:

Verstopft das Füllhorn…
Sie haben ab- / gedichtet
Bleibt uns der Frieden.

Gefahr der Lächerlichkeit

Solange wir lachen
über uns selbst,
lachen wir nicht
über die,
die lange nichts mehr
haben zu lachen.

Doch das
Oktoberfestlachen
lässt uns stehn
auf der Kippe.

Kommentargedicht zum Kommentar von Michael zum Gedicht „Thema: ja, wer sind wir denn?“ von Karl auf „versalia.

Lebensformen

Ein Löwe ist eine Katze.
Ein Frosch ist keine Katze.
Ein Mensch ist keine Katze.
Eine Katze ist eine Katze.
Ein Wohnzimmer gehört zu einem Haus.
Ein Schlafzimmer gehört zu einem Haus.
Ein Weizenfeld gehört nicht zu einem Haus.
Eine Wüste gehört nicht zu einem Haus.
Ein Garten gehört zu einem Haus.
Ein Löwe lebt nicht in Haus und Garten.
Ein Frosch lebt in Haus und Garten.
Eine Katze lebt in Haus und Garten.
Ein Mensch lebt in Haus und Garten.
Ein Löwe ist ein Lebewesen.
Ein Frosch ist ein Lebewesen.
Eine Katze ist ein Lebewesen.
Eine Fliege ist ein Lebewesen.
Ein Mensch ist ein Lebewesen.
Eine Katze lebt nicht nur in Haus und Garten.
Eine Fliege lebt nicht nur in Haus und Garten.
Ein Frosch lebt nicht nur in Haus und Garten.
Ein Mensch lebt nicht nur in Haus und Garten.

Ein Löwe lebt gar nicht in Haus und Garten.

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