Lyrisches von Helmut Maier

Schlagwort: Neue Maier-Lyrik (Seite 104 von 165)

Weben

Weben wir Tücher
der Zuversicht zugewandt
hineinzugehen in die Zelte
der Stetigkeit
Erfrischung zu suchen
vor dem Weiterziehen
ins Ungewisse aber
doch Kennbare

Kommentargedicht zu Barbaras ( https://ahora-giocanda.blogspot.com/ )“Der Stoff, aus dem viele Träume sind“ ( https://ahora-giocanda.blogspot.com/2011/09/der-stoff-aus-dem-viele-traume-sind.html )

Isabella ( https://veredita.blogspot.com/ ) hat dazu wiederum ein sehr lyrisches Kommentargedicht geschrieben, das auf ihrem Blog hier zu finden ist ( https://veredita.blogspot.com/2011/09/webt-das-licht.html ):

webt das licht

kette und schuss
hoffnung und halt
emsig das wortschiffchen
fliegt ”“ vor und
manchmal zurück

bleiben soll
das gewebe stark
geschmeidig und zart

wärme und schutz gegen
nordwinde aus kalten
herzen trotzend
tinten getränkt

die knoten der losen
enden verbunden

webt das licht!

Brunis Kommentargedicht zu dem von Barbara findet sich hier: https://ahora-giocanda.blogspot.com/2011/09/der-stoff-aus-dem-viele-traume-sind.html#comments.

Im Schlossgarten*

Jäh über die Wege gehuscht,
in Scharen hin und wieder zurück:
Vom Sturm getrieben die ersten Herbstblätter.

*ein 28er: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/

Lebensfrüchte

Aktiv gegen Stuttgart 21

Aktiv gegen Stuttgart 21

Noch bleibt ja Zeit,
die Lebensfrüchte
froh zu pflücken,
die Zwetschgen, süß
und vielversprechend,
die reifen Früchte
reifen Alters,
die Wortgespinste,
die das Tun umhüllen,
die von den Freundinnen
und Freunden,
die von Gefährtinnen,
Gefährten
im Sammeln auch
für Zeiten ohne Sonne kommen,
die Wohltaten,
die von den Liebsten
stammen und ins Licht geleiten,
das glänzend scheint, wo du´s bedarfst,
in warmes Dunkel führt,
wenn kalte Winde grell beleuchtete
Sturmwolken treiben.
Dass Leben immer noch gelingt
und uns genießen lässt,
was auf dem Gabentisch sich findet,
das Unerwartete,
dankbar Empfangene.
Noch bleibt die Zeit,
noch ist nicht Winter.

Legales Mäntelchen

Mehrheit allein schafft noch kein Recht.
Minderheitenmensch wäre immer noch Knecht.
Herrenmenschen mit Vorrechten
lassen andre in Kellernächten.

Nennst Du das Recht und Gesetz?
Fängst die Beute im dichtmaschigen Netz?

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