Vom Himmel gefallen der Schnee.
Trüb brennt sie, die Straßenlaterne.
Ich seh”˜ es verschnupft von meinem Zimmer aus.
*ein Achtundzwanziger: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/
Lyrisches von Helmut Maier
Vom Himmel gefallen der Schnee.
Trüb brennt sie, die Straßenlaterne.
Ich seh”˜ es verschnupft von meinem Zimmer aus.
*ein Achtundzwanziger: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/

Leider herrscht heute
ein Politikverständnis,
für das ich kein Verständnis aufbringen kann.
Soll man Murks und Unrecht dulden,
weil die Mehrheit nichts dagegen hat?
Ist das etwa der Sinn der Demokratie?
*ein Achtundzwanziger: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/
Wer nicht trauern kann
über Unrecht,
zementiert es.
Raben auf umgepflügtem Feld
All die umgebrochenen Krumen
verheißen vorwinterlich Leckerbissen
Nur wenig herausgewachsen
aus dem Schotter neben den Gleisen,
bald aber ganz abgewendet vom Fahrtwind,
aufgerichtet gen Himmel wachsend dann
ein Weilchen und doch schließlich geköpft.
*ein Janka: https://www.maierlyrik.de/blog/der-janka/
Das Kommentargedicht von Bruni ( https://www.wortbehagen.de/index.php ) will ich Euch nicht vorenthalten; es muss natürlich ins Offene:
ein Birkensprößling,
wild gewachsen,
unerwünscht
doch kaum beachtet
weil verwachsen
scheel betrachtet
platt gewalzt
und abgeholzt
endlich Ordnung
nix mehr stört
Birkensprößling
war verkrüppelt,
heißt verkehrt
Reste einfach
weggekehrt

Die Demokratie ist tot,
hat sie nichts weiter
zu bieten als nur
Legitimierung
des Unlegitimierbaren.
Zu Tode gekommen
oder totgeboren,
aber zuzurechnen
den Untoten, Unheil
tragend und bringend
den leidenden Menschen.
Ist Schmiedel ”“ wen kann ich da auch
nennen? ”“ ein Genosse der Bosse?
Wie kann er sich Sozialdemokrat nennen?
Oh Regenbogen, halte dich
lieber von Stuttgart fern zukünftig.
Nicht mehr sollst du uns falsche Hoffnung machen.
Und den getäuschten Verrätern
gönne ich deinen Anblick nicht mehr.
*ein Janka: https://www.maierlyrik.de/blog/der-janka/
So mancher brave Sozialdemokrat
reichte die Hände zu dieser Tat,
wie beim Turmbau zu Babel verrückt
von dem Ort, wo vernünftiges Denken noch glückt.
Zu schweigen ganz von jenen dummen Leuten,
die gern der Mafia geglaubt,
den unersättlichen und feigen Meuten
die Gold aus Beton schürfen unerlaubt.
Wenn Geld und Macht sich so vereinen,
wie heute hier im Ländle wie im Bund
(zum Freunde haben will ich davon keinen,
das tu ich hier und heute offen kund)
dann ist Demokratie nur noch ein feiger Dreh”˜,
um sich den Anschein noch von Würd”˜ und Ehre
frech zu erkaufen, totzulachen sich ob solchem Schmäh,
dass alles Engagement von Demokraten
so lächerlich und ganz vergebens wäre.
Noch weiß ich nicht, was ich wohl daraus folg´re.
Es schlucken nur , das werd”˜ ich sicher nicht.
Den Bourgeois am End”˜ die Füße küssen?
Nein, deren Untat kommt schon noch ans Licht.
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