Lyrisches von Helmut Maier

Schlagwort: Allgemein (Seite 81 von 93)

Europawahl

Es begab sich aber zu der Zeit,
als die Politiker alle aufriefen,
doch an der Europawahl teilzunehmen,
dass nur mit viel Trickserei
(Kommunalwahlen auf den selben Tag
zu legen; Pfingstferien zu verlegen)
eine noch schlechtere Wahlbeteiligung
zu verhindern war, vielleicht auch
deswegen, weil die Zuversicht
in die Lösungskompetenz für die vielen Probleme
sehr schwankend war, zum Beispiel,
wie der Frieden weltweit zu sichern wäre,
gar mit friedlichen Mitteln. Da begab es sich,
dass das europäische Volk wieder einmal
nicht die Vertretung hatte, die ihm entsprach,
oder doch?

Das Kommentargedicht von Petros dazu:

Wählbar sein,
Sich nicht stellen.
Wählen können,
Nicht gehen.

Die Qual der Wahl,
Augen zu… Vergessen.
Die Wahl der Qual,
Das größere Übel.

Wer raubt schon
Eine Europa?
Ein Ochse vielleicht.
Der… ohne Hörner.

Hört! Hört!

Ich bin „literarischer Autor im Sinne der Bibliothek“ des Deutschen Literaturarchivs Marbach.

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Pete Seeger wurde (wohl) neunzig – vorletzten Sonntag

In meinem Internet-Kalender
werde ich mir’s wohl
notieren muessen:
das Datum 3.Mai 2019:
„Stuttgarter Zeitung abonnieren.“
Als einen der letzten Wuensche
meines Lebens
koennte ich ja vielleicht
Pete Seeger noch erleben
als Hundertjaehrigen
auf seiner Welttournee,
wenn ich davon erfahren sollte
in der Stuttgarter Zeitung.
Jan Ulrich Welke
versprach es dort:
„Und wenn dieser Mann
hundert wird,
geht er vielleicht sogar
noch einmal auf Welttournee.
Wir melden uns,
wenn’s so weit ist.“

Blogbrache

Der Mai wird eine weitgehend blogfreie Zeit beim Maier-Lyrik-Blog werden – bis hin zum Stillstand.
Für die Geduld danke ich schon im Voraus.
Im Juni werde ich mich sehr anstrengen, diese Blogbrache wieder zu kompensieren.

Helmut Maier

P.S.: Auf Brachland kann man schon ab und zu ein paar Blüten sehen, wenn man Glück hat …
🙂

Tod und Leben

Ein Freund ist tot.
Ein Freund des Lebens.
Ernst Eberle, der Geigenbauer,
der Friedensfreund ist tot.

Ach ja, ein jeder Saitenklang, durch Dich gefangen,
von welchen immer ausgegangen,
die eines spielen Deiner Instrumente,
die gingen einst durch Deine Hände,
der stimmt in frohen Chor trotz allem ein und jauchzt und singt,
ein Klang, der himmelwärts sich schwingt.

Denglisch – eine Unterbrechung der Blogpause

Ich sah mal einen Lieferwagen.
Was ich da las, ich kann´s kaum sagen:
Da stand in schönstem Englisch drauf,
was mir nicht eingeleuchtet hat:
nur BAD DESIGN war da zu lesen,
war man nicht eben ganz dichtauf.
Was ist denn das hier grad gewesen?
Ach, angesprochen war nur das Design vom Bad!

Artisannes Perle zum Frühjahrsanfang –
und passend auch zum Tag der Poesie (so poetisch hat doch Artisanne mit diesem Kunstwerk letztes Jahr schon das Frühjahrsgedicht von mir in Glas umgesetzt  🙂 )

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