Wie weit denn nach Osten gehen
müssen schließlich wir Ahnungslosen,
um endlich Orientierung zu finden?
*ein Achtundzwanziger
Lyrisches von Helmut Maier
Wie weit denn nach Osten gehen
müssen schließlich wir Ahnungslosen,
um endlich Orientierung zu finden?
*ein Achtundzwanziger
Aus den Verhandlungen über den Vertrag zum Verbot der Atomwaffen derzeit in New York (aus https://www.icanw.de/news-aus-new-york/):
17.06.2017 02:13 Tims Zusammenfassung des 2. Tages
Am 2. Tag der Verhandlungen wurde die Diskussion über die Präambel fortgesetzt. Karina Lester, eine Aborigine aus Australien, las einen Auszug aus dem Statement der indigenen Gruppen und unterstrich die Aussagen vieler Staaten, dass die besondere Betroffenheit indigener Völker von den Folgen von Atomwaffen in der Präambel Erwähnung finden sollten. Einige Delegierte forderten eine stärkere Anerkennung der Menschenrechte in der Präambel. Anschließend nahm die Konferenz die Arbeit über den ersten Artikel des Vertrags auf, in dem es um die konkreten Verbote geht. Hierbei wünschten sich viele Staaten auch ein ausdrückliches Verbot militärischer Vorbereitungen für den Einsatz. Zudem gibt es starke Unterstützung für ein Verbot der Finanzierung von Atomwaffen. Die Debatte über Artikel 1 wird am Montag fortgesetzt. Zuvor finden am Samstag die große Demo „Women´s March to Ban the Bomb“ sowie hunderte Soli-Aktionen weitweit statt.
Linnet Ngayu vom African Council of Religious Leaders sprach für ICAN über die Inhalte der Präambel: Diese soll die besondere und steigende Gefahr von Atomwaffen für die Existenz der Menschheit und unseren Planeten klar herausstellen. Diese Bedrohung bleibe solange bestehen, bis alle Arsenale vernichtet seien. ICAN fordert die Konferenz auf, ausdrücklich festzuhalten, dass die internationale Gemeinschaft im Falle einer Atomwaffendetonation nicht in der Lage ist, angemessen humanitäre Hilfe zu leisten ”“ eine Hauptschlussfolgerung der drei Konferenzen zu den humanitären Folgen von Atomwaffen. Ebenfalls soll in der Präambel eine angemessene Hilfe für die Opfer von Atomwaffeneinsätzen und -tests verankert sein. Auch die Beseitigung von Umweltschäden aufgrund von Atomtests, Atomwaffeneinsätzen oder als Folge der Produktion von Atomwaffen soll bereits in der Präambel thematisiert werden. Darüber hinaus sollen die enorme finanziellen Ressourcen, die für die Herstellung und Modernisierung von Atomwaffensystemen nötig sind, herausgestellt werden. Diese müssten in einer Welt, in der die Grundbedürfnisse vieler Menschen nicht befriedigt werden, der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung zu Gute kommen.
Andere internationale Normen, die unterschiedslos wirkende Waffen ächten, namentlich die Verbote biologischer und chemischer Waffen sowie von Anti-Personen-Minen und Streumunition, sollten in der Präambel gewürdigt und gestärkt werden.
ICAN wünscht sich insbesondere, dass die Präambel die kollektive und uneingeschränkte Ablehnung von Atomwaffeneinsätzen und des bloßen Besitzes deutlich zum Ausdruck bringt.
„Diese schrecklichen Waffen dienen keinem legitimen Zweck angesichts ihres willkürlichen Charakters, der ihnen innewohnenden Sittenwidrigkeit und ihres Potentials, die Menschheit auszulöschen,“ sagte Linnet Ngayu für ICAN.
MEHR hier: https://www.icanw.de/news-aus-new-york/
Noch unfertig:
„Noch ist der Innenausbau dieses Penthouses ”“ wie die anderen Räume des Gebäudes ”“ unfertig. Aber die Fertigstellung ist eine Frage von wenigen Wochen. Schon bald werden die zuständigen Ämter ihre Abnahmen bezüglich der Gebäudesicherheit machen ”“ und dann geht´s los.“
aber einen Riesenartikel der Stuttgarter Zeitung wert ist das “83 Millionen Euro teure Hochhause am Einkaufscenter Milaneo“: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.cloud-nr-7-vor-der-eroeffnung-luxus-tower-auf-der-zielgeraden.3bef5f28-5bd6-4837-b854-8ca85a29739a.html
Auch der Vertrag über ein völkerrechtlich verbindliches Verbot von Atomwaffen ist „noch unfertig“ – aber bestimmt wichtiger!
Und trotzdem keine Zeile in den Hauptmedien wert!?
Aber lasst Euch hier informieren: https://www.icanw.de/news-aus-new-york/
Manche Rosenblütenblätter
wechseln ihre duftigen Farben
etwa von gelb über violett nach weiß.
Jedes Alter hat offenbar
seinen unverwechselbaren Charme.
*ein Janka
Aus den Verhandlungen über den Vertrag zum Verbot der Atomwaffen derzeit in New York:
Viele Staaten wollen, dass im Text das Konzept der nuklearen Abschreckung abgelehnt wird.
Im Entwurf der Präambel des Vertrags wird betont, dass es die Grundsätze der Menschheit weiterbringt, wie wir mit dem Aufruf einer totalen Eliminierung der Atomwaffen vorankommen. Irland schlägt einen zusätzlichen Absatz vor, der die Wichtigkeit der Aufklärung über Abrüstung, einschließlich Aufklärung über die Risiken und Folgen des Atomwaffeneinsatzes zum Inhalt hat.
MEHR siehe hier: https://www.icanw.de/news-aus-new-york/
Am heutigen Donnerstag beginnt in New York die zweite Verhandlungsrunde über ein internationales Atomwaffenverbot. Mehr als 130 Staaten diskutieren auf UN-Ebene über ein Abkommen, das die Massenvernichtungswaffen ächten soll. Laut einem ersten offiziellen Entwurf würden sich die Unterzeichnerstaaten verpflichten, unter keinen Umständen Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen, anderweitig zu beschaffen, zu besitzen oder zu lagern. Die Konferenz wird bis zum 7. Juli 2017 dauern. Dann könnte ein Vertrag stehen, der dann als gültiges Verbot von Atomwaffen im Völkerrecht gilt.
Deutschland – wie die meisten Nato-Länder und die Atomwaffen besitzenden Staaten – nimmt leider an diesen Verhandlungen nicht teil. Der ‚Freitag‘ schreibt dazu: „Deutschland kuscht“ – nämlich vor den USA (und das nicht erst seit Trump).
Hier kann der Verlauf nachverfolgt werden: https://www.icanw.de/news-aus-new-york/

Gedichte sind wie eine Geheimschrift
Nicht jeder weiß sie zu lesen.
Eingeweiht musst du sein.
Andernfalls bleibt dir verborgen
das Geheimnis der Alternativen
zur platten Realität, Die bleibt ja
ganz unwirksam für die Erneuerung.
Ihre Zellen erzeugen keinesfalls
irgendeine neue Energie.
Sie bleibt einfach ein Zombie.
Euern Schatten, den ihr spendet
rings um den Löschteich,
an dem zu sitzen die Zeit stehen lässt,
ihr ehrwürdigen Platanen
mit Eurem Laubdach – ich
genieße ihn gerne, bin
ihm so dankbar, wenn das Land
stöhnt unter der Hitze.
Was aber mich rührt zu Tränen,
ist etwas anderes, das
die blättervollen Zweige
nicht zu verhindern imstand sind
und ihre Spiegelung und die der Stämme
auf der Wasserfläche verzaubert:
das provenzalische Licht.
 (51).jpg)
„Brittas Tselan“ muss ich offenbar noch ein bisschen erklären:
Eine Frucht meiner kürzlichen Provencereise war auch, dass ich Zeit und Lust und Muße fand, ein Buch zu lesen, das ich schon sehr lange auf meinem Stapel nichtgelesener Bücher liegen gehabt hatte: Brigitta Eisenreich, Celans Kreidestern, Suhrkamp-Verlag Berlin 2010.
Brigitta Eisenreich war 10 Jahre lang in einer Verbindung mit Celan, die jahrelang geheimgehalten wurde, weil Celans Ehe durch sie nicht gefährdet werden sollte. In dem genannten Buch berichtet sie über diese Zeit und was sie für Celans Schaffen für eine Bedeutung hatte. Unter anderem erfuhr ich, dass Britta (so wurde sie normalerweise genannt) dafür eintrat, dass Celans Name korrekt deutsch ausgesprochen werden sollte, also Tselan, wobei wohl ursprünglich die Betonung auf der ersten Silbe lag, aber in Frankreich auf die zweite Silbe rutschte.
Eine wichtige Rolle im Leben Celans, das wird in dem Buch deutlich, ist seine Auseinandersetzung mit dem Judentum. Nicht der rein religiöse Aspekt war für Celan bedeutsam ”“ er war eigentlich Atheist ”“ aber das in der Nazizeit und auch der Geschichte davor durch die Juden erlittene Leid läuterte das Verhältnis der Juden zu Gut und Böse in einer Art und Weise, die Celan dazu führte, das Judentum als lebende Metapher für das Eintreten für Humanität in der Welt zu sehen. Das führte in dem Verhältnis Celans zu seiner Geliebten Britta schließlich dazu, dass er sie aufforderte, „verjude dich doch“ – wohl, weil er in der Beziehung da in dem sich bereits ankündigenden Ende unter einer schmerzlich erlebten Entfremdung litt ”“ was aber diese wohl eher noch verstärkte. Es ist ja auch nicht einfach den Begriff der Verjudung im Nazi-Jargon als Beschimpfung und den der humanistischen Metapher Celans auseinanderzuhalten.
Ich habe in meinem Gedicht versucht, diese Diskrepanz in unsere Gegenwart zu übertragen und wäre eigentlich sehr gespannt, ob dem jemand etwas abgewinnen könnte.
Um leichter zwischen dieser Erklärung und dem Gedicht hin- und herzuswitchen, hier der Link dorthin: https://www.maierlyrik.de/blog/2017/06/02/brittas-tselan/
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