Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Die Wahl

Sie funkelt, die Welt,
sprüht Möglichkeiten des Lebens
oder des Todes.
Du kannst wählen:
Stellst du dich
den Todesstrahlen in den Weg,
wenn es zumutbar ist,
und hinderst ihren Lauf
oder
befeuerst du
die Lichtbahn der Alternativen,
die leben lassen
und schenken.
Es gibt immer Alternativen,
gute und schlechte.
Du bist aufgerufen
zu wählen.

Was taugt was?*

Wir haben uns an sie gewöhnt,
die Sonne, wie sie scheint im Sommer.
Im Winter schwindet fast der Glaube an sie.

Fehlende Tugenden: Kleingläubig
halten wir sie nicht für möglich mehr.

*ein Janka

Auffallend

Nur kleine Restchen von Schnee
– im Straßenkandel
– auf dem Autoabstellplatz
– auf den Rändern der Stufen zur Haustüre hinauf
– auf dem Erdhügel im Gärtchen
– inmitten der Lavendelzweigchen

Der Winter ist
aber noch lange nicht zuende.

Mut

Beim Weihnachtsgedichte-Wettbewerb von Rosens Lyriksalon in Esslingen habe ich als Teilnehmer ein Päckchen Russisch Brot erhalten. Das habe ich vor dem Verzehr noch damit gemacht:

 -

Imbolc

Glauben wird durch Schauen ersetzt,
Hoffen und Bangen durch Gewissheit.
Der Schauer beim Schauen
durchzieht die Adern des Daseins.
Genüge finden am Sosein
lässt jauchzen.
Und nochmal neue Hoffnung
darf wachsen
ganz unbeschwert und leicht
auf noch nicht Vorstellbares.
das glückliche Träume gebären
noch irgendwann.

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