Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Eigentlich!

Eigentlich ist es ganz anders,
als ich es wollte.
Eigentlich ist es genauso,
wie ich es wollte.
Genauso schlimm,
wie es war und ist,
genauso schön,
wie es war und immer gewesen war.

Aber es ist nicht so!
Aber es ist gewiss so!

Und doch: Es ist genauso blöd,
wie es immer war.
Und es ist genaus so blöd,
wie es immer war –
allerdings schlimmer!

Es ist schlimmer,
als es je war,
aber es ist genau so schön,
wie es immer war.
Wie es immer war,
so ist es noch!
Aber die letzte Chance,
dass es so bleibt,
ist fast vorbei!
Ist fast vorbei!

Fast!

Unterstützung

Genau Ferien!
Genau wie es sein soll!
Schon am Morgen schönes Wetter!
Schon in der Frühe beim Aufstehen!
Und dann eine Hochfahrt,
die einem die Schuhe ausziehen sollte:
soooooooooo schön,
so herrlich, so nah an den Schluchten,
an den Abhängen, die auch
den Blicken das Grausen einfängt,
an den Bergspitzen,
die einen über den Überblick
hinaushebt,
hinaushebt über das Bewusstssein,
hinausträgt über das Besondere,
hinausträgt über das besonders
Erstrebenswerte.

Allerlei

Hallo!!

Ich wollte mitteilen, dass ich ab Mittwoch Morgen zwei Wochen lang vielleicht nicht zu sprechen bin. Falls ich doch dazukomme, melde ich mich einfach noch einmal!

Vielleicht kann ich,
vielleicht auch nicht,
bin nun im Bilde,
dass ich nicht
oder dass ich doch,
dass ich lauter bin
als ich sein möchte,
oder dass ich nicht,
eben nicht …

je nachdem, ob ich Gelegenheit habe oder nicht …

Moderieren

Moderieren
als Gäste und als Freunde.
Moderieren
als Bekannte und als Fremde.
Moderieren
als einer,
der sich auskennt,
als einer,
der sich wieder erkennt,
als einer,
der dich erkennt,
als einer,
der sich auskennt
bei dir und mir,
als einer, der dich
wiedererkennt.
Als Moderator.
Als Moderator!

Ein Vivat dem Guten

Lasset uns Kräfte gewinnen,
die guten Seiten des Lebens genießen,
die es ja auch gibt,
und stark uns werden,
um dem Bösen dann
frech und friedlich
die Stirne bieten zu können,
wenn’s darauf ankommt.

Konzentrische Kreise (ein Pfingstgedicht)

Ja, es geht rund
bis oben hin,
wo sich die Kreise
konzentrieren
im Schlussstein
eines Trullodaches.

Ja, es geht rund
im Kreise
alles Wiederkehrenden
und Neuen.

Ja, es geht rund,
selbst noch im Dreieck
eines Weltenkonzentrats,
wo sich Menschheitsgeschichte
immer rundet
im Mysterium
des ewig neu beginnenden
Sizilien.

Es rundet sich und schleift
den Kiesel der Vollendung
aus den kantigen Gesprengen
in Ebbe und in Flut
im Kreis der Jahre.

Es schließt sich wohl
der Kreis
des immer neu Beginnens
in dem neuen Öffnen.

Und konzentriert sich so
bis zum gedachten Punkt,
wo alles endet und
wo alles neu sich rundet
im jetzt und jung entstandenen
und stehn´den Bogen.

Fast wird es mir zu schwindlig
von dem vielen Kreisen,
wär”˜ nicht der Funke, der
das Lebensrad noch einmal treibt.

„Engel“ – nun noch alles am Stück:

Engel,
ich nenne sie einfach mal so,
Wesen aus einer anderen Welt,
geheimnisvolle Wesen auch
in diesem Zuhause hier,
das mir die Erde bietet
mit blühenden Sträuchern
und Blumen und aufbrechendem Grün.
Ich verehre sie, weiß sie an meiner Seite,
lerne, dass sie mir wohlgesonnen sind,
kann ihnen vertrauen.

Manchmal lüften sie ihre Geheimnisse,
werden zu Menschen,
die ich verstehe.
Ja, auch sie sind die Engel,
von denen ich spreche:
Menschen, die mir vertrauen,
denen ich etwas bedeute,
was hinausgeht über
„Guten Tag“
oder „wie tue ich meine Pflicht“.

Ich liebe die Engel,
die mich lehrten zu lernen,
wie ich Vertrauen zu schenken vermag,
die mich aushielten, wie ich war,
die ich auszuhalten begehrte,
weil in ihrer Gesellschaft
sich Wunder ereigneten,
die mir unbekannt waren,
die mich lehrten zu lieben,
die Liebe mir gaben.
Immer wieder begegne ich solchen.
Neue kreuzen meine Wege,
ans Herz mir gewachsene
begleiten meinen Weg,
(ich bin dankbar dafür)
auch schon länger
und geben mir Halt,
und ich weiß auch,
anvertraut sind sie mir
und enttäuschen will ich sie nicht.

Eine Vertreterin dieser Spezies gibt es,
die ich besonders liebe:
Mit ihr haben wir eigens
dieser Tage ein Fest gefeiert
und ich bin jetzt so viele Jahre lang
schon ihr Mann und habe das Leben mit ihr
mehr genossen als alles sonst:
meine liebe Frau!

3. Fortsetzung „Engel“ und Schluss

Eine Vertreterin dieser Spezies gibt es,
die ich besonders liebe:
Mit ihr haben wir eigens
dieser Tage ein Fest gefeiert
und ich bin jetzt so viele Jahre lang
schon ihr Mann und habe das Leben mit ihr
mehr genossen als alles sonst:
meine liebe Frau!

2. Fortsetzung „Engel“

Neue kreuzen meine Wege,
ans Herz mir gewachsene
begleiten meinen Weg,
(ich bin dankbar dafür)
auch schon länger
und geben mir Halt,
und ich weiß auch,
anvertraut sind sie mir
und enttäuschen will ich sie nicht. ……………………………………..

(Fortsetzung folgt)

Fortsetzung „Engel“

[Manchmal lüften sie ihre Geheimnisse,]
werden zu Menschen,
die ich verstehe.
Ja, auch sie sind die Engel,
von denen ich spreche:
Menschen, die mir vertrauen,
denen ich etwas bedeute,
was hinausgeht über
„Guten Tag“
oder „wie tue ich meine Pflicht“.

Ich liebe die Engel,
die mich lehrten zu lernen,
wie ich Vertrauen zu schenken vermag,
die mich aushielten, wie ich war,
die ich auszuhalten begehrte,
weil in ihrer Gesellschaft
sich Wunder ereigneten,
die mir unbekannt waren,
die mich lehrten zu lieben,
die Liebe mir gaben.
Immer wieder begegne ich solchen. ………………………………….

Fortsetzung folgt

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