Wie ich mich sehne
nach endlich einem Sommer
mit viel, viel Wärme.
Und dieses in einer Zeit,
wo kalte Wolken ziehen.
Lyrisches von Helmut Maier
Wie ich mich sehne
nach endlich einem Sommer
mit viel, viel Wärme.
Und dieses in einer Zeit,
wo kalte Wolken ziehen.
Dich,
Land der Menschen
und der großen Steine,
habe ich aufgesucht
und finde mich willkommen,
empfange Eier
und Tomaten als Gastgeschenk
und hol mir Brot und Wein.
Schon lass‘ ich mich
in deinen linden Sommer fallen
in weiches Rasengras,
wo kühle Lüftchen
meine heißgewordne Haut berühren
und liebkosen.
Ich suche mich
dir sacht zu nähern
und
ich will dich kennen.
Treibt dich das Schicksal?
Hast du die Wahl?
Entscheidest du manchmal?
Wirfst du die Zahl?
Hast du die Auswahl?
Was ist die Qual?
Dschungel oder kahl.
Berg oder Tal
Ist das egal?
Mein Enkelsohn,
den Frühlingston
hört er schon
vom „Sonnenkuckuck“.
Schneefelder am Waldrand
legt er beiseite,
der Knirps.
Fraglose Ahnung:
So ist es.
Noch ist nicht sehr viel zu merken
von der Ära der Gerechtigkeit.
Aber die scheint eben länger zu brauchen.
*ein Achtundzwanziger
Die Amsel auf dem höchsten Punkt,
wo sie für Menschen nicht erreichbar:
Sie trällert unverdrossen ihr Lied – für uns.
*ein Achtundzwanziger
Der Baum,
uralt steht er da,
uralt.
Der Fluss,
jede Sekunde neu.
Je schneller seine Wasser fließen.
Aber uralt.
Der Wald,
wie viele Bäume!
Uralt,
wenn nicht der Mensch ihn tötet,
die Bäume fällt,
das Feuer in ihm ausbrechen lässt.
Aber da, wo das nicht geschieht:
Uralt dastehend
wie der einzelne Baum.
Das Wasser,
ohne es kein Leben.
Uralt wie das Leben
der Menschen
und Tiere
und Pflanzen.
Wie gehen wir um mit dem Leben?
Noch ist das Leben live.
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