Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Ostermarsch 2010

Wir sind,
Gott sei Dank,
realistisch genug
und erliegen
den Verheißungen nicht
irgendwelcher Ismen,

sagen die Bellizisten.

Ich aber
bin naiv genug
zu glauben,
dass auch die Hoffnung,
die sie ans Kreuz geschlagen,
auferstehen wird

an Ostern.

Deswegen gebe ich beispielhaft den Aufruf des DGB Baden-Württemberg zur Teilnahme an den Ostermärschen der Friedensbewegung hier weiter:
https://www.friedenskooperative.de/netzwerk/om10-021.htm
und melde mich mit weiteren Beiträgen erst wieder nach Ostern.
Auch Euch allen ein schönes Osterfest!
Weitere Informationen hier:
https://www.friedenskooperative.de/netzwerk/om2010.htm

Hey, heute ist doch der 1. April, also …

Mein erster Beitrag von heute enthält den Satz:

„Es ist kürzlich wissenschaftlich bewiesen worden, las ich in der Zeitung, dass eine Welt ohne Militär nicht friedlich sein könnte.“

Das war „natürlich“ ein – vielleicht makabrer (?) – Aprilscherz!

Wenn es stimmen würde, dass es einen entsprechenden wissenschaftlichen Beweis gäbe – aber nur dann – wäre allerdings der Satz „Mein Blog scheint deswegen obsolet geworden zu sein“ von mir ernstgemeint. Wer mehr dazu wissen will, muss meine Beiträge zur „Theorie der Lyrik“ lesen.

Ihr lieben KommentatorInnen Brigitte, Curt, Petros und Uta habt wunderbar darauf reagiert. Dafür möchte ich mich sehr bei Euch bedanken. Ja, der Wissenschaft darf man nicht unbesehen alles glauben – genauso wenig wie den Aprilscherzen 🙂 . Die Devise: ‚Kopf hoch‘ gilt weiter.

Als Versuch meiner Ehrenrettung bezüglich des möglicherweise makabren Gehalts möchte ich noch anfügen, dass ich den Aprilscherz nicht unter „Allgemeines“ oder „Neue Maier-Lyrik“, sondern unter „Kunterbuntes“ abgespeichert habe. 😉
Hat’s jemand gemerkt?

Schmerzliche Erkenntnis

Es ist
kürzlich wissenschaftlich
bewiesen worden,
las ich in der Zeitung,
dass eine Welt ohne Militär nicht
friedlich sein könnte.

Mein Blog scheint deswegen obsolet geworden zu sein.

Metamorphose

Im Hässlichen
Metamorphoses erträumen;
nicht Endprodukt wähnen,
Abraum des Erfolgs
anderer;
die Knospe
pfleglich behandeln,
schützen das Verletzliche;
die Verletzten bewahren
vor dem Kahlschlag
des Gewinnstrebens;
Paradiese nicht
als den Ort sehen,
von dem die Beladenen
ausgeschlossen werden:
reserviert für die Reichen,
die Mächtigen.

Paradiese erdenken
ohne den Kahlschlag
des Raffens
zu erwägen;
Paradiese als Zuflucht
für alle.

Essener Erklärung – Jetzt den Weg ebnen für die vollständige Beseitigung aller Atomwaffen

Der Kongress „Friedenskultur.2010 – Unsere Zukunft atomwaffenfrei“ vom 19. bis 21. März 2010 (an dem auch meine Frau und ich teilnehmen konnten) war der Beitrag der Friedensbewegung zur Gestaltung Kulturhauptstadt Europas Essen 2010. Hier haben international renommierte Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Publizistik gemeinsam mit engagierten Bürger/innen Handlungsperspektiven zur atomaren Abrüstung beraten. Die Essener Erklärung (hier als PDF-Datei) fasst die Ergebnisse zusammen.
Von weltweiter Bedeutung ist der nächste Schritt zur Verwirklichung der nuklearen Abrüstung. Im Mai tagt in New York die 7. Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages. Auf dieser Konferenz wird sich entscheiden, ob der Atomwaffensperrvertrag tragfähig bleibt und neue Initiativen zur Abschaffung aller Atomwaffen eine Perspektive haben. Scheitert die Konferenz, wäre der Weg offen für ein atomares Wettrüsten von immer mehr Atomwaffenstaaten. …

Von den in New York sich versammelnden Vertragsstaaten des Atomwaffensperrvertrages erwarten wir als konkrete erste Schritte auf dem Weg zur atomwaffenfreien Welt
– Alle Modernisierungsvorhaben zu stoppen und auf Ersteinsatzplanungen zu verzichten
– Den Atomteststoppvertrag zu ratifizieren und zu unterzeichnen
– Verhandlungen über eine atomwaffenfreie Zone im Nahen und Mittleren Osten den Weg zu ebnen
Verhandlungen über eine Nuklearwaffenkonvention mit dem Ziel des Verbots aller Atomwaffen zu vereinbaren

Die Essener Erklärung kann hier: HIER online unterzeichnet werden!

Frauenbilder

An den Pranger gestellt,
die Reize genossen.
Auf den Scheiterhaufen gebracht,
die Macht gespürt.
Vergewaltigt
und liegengelassen.
An die Innenwand
des Spinds gepinnt.
Virtuelle
Soldatenbraut.

Aber Maria
verehrt.

Gastlyrik: „Gold“ von Susanne Ulrike Maria Albrecht

Du bist Gold
Wertvoll, glänzend und kalt
Versuchung und Leidenschaft
Hingabe und Kraft
Tag und Nacht
Dem Himmel so nah
So weit entfernt wie ein Stern
Regen und Meer
Der Wüstensand
Atem und Sturm
Intrige und Reinheit
Liebe und Hass
Stillstand und Tanz
Ketten und Freiheit
Nah und fern wie die Heimat
Du bist Wahrheit

Copyright Diskurs Verlag
Auszug aus dem Lyrikband „Weiße Hochzeit“

Neuerscheinung Frühjahr 2010
DISKURS VERLAG
Albrecht, Susanne Ulrike Maria
„Weiße Hochzeit“ Lyrik
Taschenbuch ca. 40 Seiten
ISBN 978-3-9812590-7-0
EUR (D) 6,00

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