So schlecht können herrschende Politiker die Welt gar nicht machen, dass mir nicht schlecht wird.
… als Kommentar zu mikelbowers Gedicht „Leidkultur„
Lyrisches von Helmut Maier
So schlecht können herrschende Politiker die Welt gar nicht machen, dass mir nicht schlecht wird.
… als Kommentar zu mikelbowers Gedicht „Leidkultur„
So, liebe DB, jetzt musst du dich entscheiden: „Sorry, wir haben die ganze Zeit gelogen“ oder „Sorry, wir sind einfach zu doof“?
En ama Krätta**
sen normalerweis Epf’l dren oder Biara
on du fendasch au net do beim Schdiara
(au em Advent) koi Lametta²
* Eigentlich – entsprechend der Aussprache: ‚glassisch‘
**Eigentlich – entsprechend der Aussprache: ‚Grädda‘ (die Schreibweise ‚Krätta‘ soll es ermöglichen, die Verwandtschaft mit Lateinisch ‚crates’= Englisch ‚crate‘ zu erkennen …)
² Beispiel für die schwäbische doppelte Verneinung (‚koi Lametta net‘), die nur eine Verstärkung der Verneinung bedeutet (wie – glaube ich – im Altgriechischen) und nicht wie in der Logik eine Bejahung.
Wir sind am Zug.
Wir ziehen das Bakschisch
für das Falschspiel zurück:
die Magistrale Paris-Bratislava
habt ihr uns versprochen.
Das wird uns zu teuer,
die staatliche Fürsorge
uns zu erkaufen,
dass die Reisenden unter uns
durchrauschen können.
Wir wehklagen
euch an, Grube, Ramsauer, Merkle,
der Bestechlichkeit
(ihr steckt sie ein,
die Wohltaten
durch die Landesregierung)
in Tateinheit mit Beihilfe
zur Körperverletzung
im Amt.
Im Ernst:
Wir spielen jetzt
nicht mehr mit.
Im Hören bleibt es:
Raumentrücktes, Zeitloses,
Immerklingendes
Kommentargedicht zu „Deine Stimme“ von Rachel
Die Stufen von Les Baux.
Sie führen ins Nichts.
Ins Nichts?
Die Figuren im Bild
von Hetty Krist
umschweben das Steinerne,
vereinen sich
mit den Dämonen
der Divina Commedia.
Um zu sehen, wie ich auf Hetty Krist gestoßen bin, siehe auch ihren „Engel von Aichwald“ auf dieser Seite: HIER
E i n Stern am Himmel:
Dass nicht alles Wolke ist,
zeigt er uns ja schon.
Kommentargedicht zu dem Haiku/Senryu „https://ladyart.blogspot.com/2010/11/erhellung.html“ von Gabriele Brunsch
Wenn Hürden aufgebaut sind:
„Hier nicht weiter, mein Kind“
– nur um zu erreichen,
dass wir erbleichen
und uns dann schleichen …
Dann reiben sie sich die Hände,
die ungestört bleiben wollen
und hinter die vorgeschobenen Wände
sich verziehen zu ihren Orgien, den tollen,
denen wir ja nicht beiwohnen sollen.
Kommentargedicht zu Barbaras „Oft nur fauler Zauber“
Pompeijs schiefe Mauern begleiten mich.
Die Schieflage der Behörden
des Berlusconi schleichen sich
in meinen Alltag. Meiner Mischung
von Sonnenstich und dem Anfang
einer Lungenentzündung auf dem
Sonnendeck des werbeverseuchten
Kreuzfahrtschiffes (Ich nahm an
dem billigen Ausflug teil mit dem Besuch
der Gemmenfabrik ”“ wie später der Teppich-
Manufaktur in der Türkei)
ähnelt die dauerhafte Umstellung
durch die Connections der Heimat:
Flachlegen heißt die neoerotische Devise.
Ich lag flach. Das Gladiatoren-Gebäude liegt flach.
Flach sind die Argumente der Befürworter.
Aber immer fallen welche drauf rein.
Die Potenz der Mächtigen triumphiert
hoffentlich nicht für immer.
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