Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Die Freiheit des Labyrinths – Neufassung

Die Freiheit des Labyrinths
die unfreiwilligen Windungen
mitzumachen im Bewusstsein
der erträglichen Zumutung.
Gewissheit der Ankunft,
Sicherheit in der Unsicherheit,
Zutrauen in den Gang der Dinge
ohne Zwang des Bestimmtwerdens.
Unterwerfung unter die guten Regeln
ist mehr Freiheit
als der Drang der Mächtigen
zu siegen im Wirtschaftskampf.

Rasch, rasch, rasch

Wirbelnd werben sie
um schleunigsten Wechsel
vom Heute
ins Übermorgen.
Zwei Nächte fallen zusammen;
Zerfall des Auskostens
des Bekannten;
Ruinen künden
vom Aufbruch;
Abbruch verzichtet
auf Funktion, belässt aber
Fassaden des Dauerns
der Macht. Mich dauern
die Überfahrenen.

Oben bleiben!

Heute noch so, morgen anders.
Unbestritten! Aber beliebig?
Zukunft und Zukunft ”“ nicht sind sie identisch.

Unumkehrbar ist unser Wille:
Wir nehmen Einfluss drauf, wie sie aussieht.

Dazu gibt es zwei Kommentargedichte.

Das eine ist von Curt (https://manacur.blogspot.com/):

Vexierbild – zur selben Zeit”¦

Vexierbild, das den
Handelnden verbirgt,

bist Puppe, du,
und Puppenspieler.

Warum sich nur
als Opfer sehen?

Das andere ist von Rosadora (https://www.rosadora.de/):

wille und zukunft,
sie sind nicht zu verwechseln.
heute nicht und morgen nicht.
wir können wollen das ist gut.

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