Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Melancholische Gedanken nach wieder einem Lebensjahr

Der Zeiger, der die Zeit vertreibt,
der Mensch, der gern zu Hause bleibt,
der Dichter, der Gedichte schreibt,

sie alle, was bewegen sie?
Ein Ziel erreichen sie fast nie.

Die Zeit vergeht,
die Uhr, sie steht,
und manch so ein Gedicht verweht.

Was bleibt, ist kaum Erinnerung,
ist kaum für etwas Neues Dung.

Bleibt irgendwas Bedeutungsvolles?
Bleibt irgendwas so wirklich Tolles?

Ach, nichtig ist,
was übrig bleibt.
Nicht wichtig ist,
was er auch schreibt,

der Dichter.

Long Barrow

In der Erde geborgen.
Gesetzter Felsengang.
Lustvolle Rundungen.
Eingang und Ausgang.
Tod und Wiedergeburt.
Mutterleib. Urbild
der Basiliken. Geheimnis
des Ewigen im Wechsel.
Geleitete Willensbekundung.
Ich komme
zu mir
in der Göttin.

Hoher Anspruch?

Weine mit Stil
las ich im Internet
und besann mich,
wie das wohl ginge,
ohne die Trauer
zu verraten.
Dass es sich
um diverse Weine
handelte,
merkte ich erst dann.

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