Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Entschuldigung

Jetzt duat m´r´s abber leid,
dass mir des widder passiert isch:
S´isch m´r ned recht,
abber s´passiert m´r halt manchmol:
I v´rschwätz me halt gern,
i fend ganz leicht koi End,
oms Nomgucka
han i an Bledsenn rausg´schwätzt.
So isch´s halt.
Also nemmat m´r”˜s
ned iib´l.
Nex fir oguat!

Larga Cuenta: Ist morgen das Ende der Welt?

Ist morgen das Ende der Welt?
Oder ist es ein neuer Anfang?
Hoffentlich zeigt sich das Ende
der grässlichen S 21- Welt.
Wovon es dann ist ein Anfang,
ist viel weniger leicht zu sagen.
Verliert die Herrschaft das Geld?
Verliert das Geld die Herrschaft?
Ist das dasselbe?
Ist das das Gelbe
vom Ei?
Einerlei!

Liebeslied

So viel weiß ich von dir,
dass du mir so vertraut bist,
dass es kann ewig dauern
mit uns zwein.

Wenig genug weiß ich von dir,
dass immer ein Geheimnis bleibt,
das mich fesselt an dich
für alle Zeit.

Langweilig wirst du mir nie,
fragwürdig wird es nie sein,
dass ich dich immer,
immer aufs Neue

begehre,
verehre,
die Schwere
und das Leichte,

beides hoffentlich nie
entbehre.

Unterwegs*

Heute heraus aus Esslingen,
die alte Reichsstadt durchs Tor hinaus,
auf die Vorstadtgasse, der Straße nach Wien

einst zum Herren, dem Kaiser, über Land.
Kurz danach im Württembergischen schon.

Auch auf den Schurwald rauf geht´s dort
vom Neckartal in Serpentinen.
Und da soll der nicht als Gebirge gelten?

*Janka plus Achtundzwanziger

Bestandsaufnahme mit Aussicht

Aktiv gegen Stuttgart 21

Aktiv gegen Stuttgart 21

Ausnahmepresse lesen.
Jeden Freitag.
Lesen zum Beispiel
von unserer Art
Hausmeisterei:
Nicht Herren der Welt sein
wollen wir,
aber das Recht behaupten,
überall nach dem Rechten zu sehen.

Ich verstehe:
Nach außen hui
mit hässlicher Gewalt
(„Es ist heute kein Tabu mehr,
Waffen in Konfliktgebiete zu liefern“),
pfui im Innern
wie Stuttgart 21:
hypermodernes Prestige
hinkotzen.

Vielleicht tanz(e)ten wir
die richtigen Takte
nur im (gebremsten)
Gleichklang.

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