Das alte Jahr 2021,
ich kann”˜s nicht einfach gehen lassen.
Die Erinnerungen sind zu schön.
Die kann ich nicht einfach lassen.
Das Geschenk der Götter:
50 Jahre
dauert nun schon
unsere Ehe:
Goldene Hochzeit,
gefeiert mit der ganzen Familie.
Und dabei
auch noch 80 Jahre
meines Lebens,
im voraus mit einem
wunderbaren Büchlein
gepriesen,
in dem jedes Mitglied der Familie
ein von ihm gewähltes Gedicht
aus meinem Blog
mit einer grafischen Besonderheit
gewürdigt hat.
Und eine tolle Rede
von unserer Enkelin
beim Festschmaus
im Ferienhaus auf Römö
im pursten Sommer.
All das begeistert
und dankbar angenommen
von meiner Frau und mir.
Und das wirkt immer noch,
wirkt in mir,
wie eine gute Freundin
es erfahren hat
mit ihrem toten Mann,
den sie noch immer um
Rat fragen kann.
Und dieses neue 2022:
Kriegsgefahr liegt in der Luft.
Ich will es nicht glauben;
ich schiebe es gerne
weit von mir weg.
Und Corona:
keine Krone der Schöpfung,
sondern eine Geiselnehmerin,
die uns einsperrt,
wenn”˜s sein muss.
Und eine Regierung,
leider nicht so gut,
wie es ein neues Jahr
verdient hätte.
Nein, ich mag es
noch nicht,
dieses 2022.
Ich kann mich hoffentlich noch
daran gewöhnen.
Kategorie: Neue Maier-Lyrik (Seite 26 von 26)
Heute Morgen war es recht trübe.
Doch irgendwann kam die Sonne heraus.
Immer wieder stand sie mondgleich
hinter hellen und dunklen Schleiern.
Mitunter strahlte sie heller
als das Auge vertrug.
Aber sie sprach: „Wartet nur.
Ich kann auch anders.
Morgen lasse ich dem Mond
nochmal ein Schauspiel:
völlig rund steht er dann da –
so wie ich gerade.
Aber zwei Tage später
stehe ich jeden Tag
etwas mehr senkrecht
über dem Land –
bis hinein in den Sommer.
Wintersonnwende heißt das.
Und es ist ein grandioses Schauspiel
wie jedes Jahr wieder.“