Drei solche Pflanzen sind in unserem Gärtchen.
Jede hat seit gestern abend eine Blüte.
Es waren zusammen also drei.
Wie ihr vielleicht wisst:
Jeden Tag so etwa um neun Uhr des Abends
kommen jeweils neue Blüten hervor.
Und e i n e davon schaute genau
(und schaut immer noch)
zu den Fenstern unseres Wohnzimmers.
Und ich möchte schwören:
Sie lachte mich immerzu an
(und tut es heute immer noch)
und bereitet mir eine große Freude.
Sie hat ein so volles Gelb,
dass sie mir fast überirdisch vorkam.
Sie bezauberte (und tut es noch)
so lieblich, dass ich völlig verzaubert
sie immer wieder nur anschauen kann
(und es immer wieder konnte
seit heute Morgen).
Sie ist wie ein Stern am Tag,
auch wenn sie noch in der Nacht
aufblühte und strahlte wie
ein Zauber aus TausendundeinerNacht.
Und heute Nacht hängt sie dann da,
völlig erschöpft, weil ja vielleicht dann
eine neue Blüte (oder zwei, oder drei)
an ihre Stelle tritt (oder treten).
Aber ihr Glanz bleibt in meinem Leben
die ganze Zeit!
Kategorie: Neue Maier-Lyrik (Seite 10 von 22)
Blauer Himmel: besser!
In den nächsten Tagen
immer wieder leichter Regen.
Na ja, besser als nichts.
Aber Sommer? Wo ist er?
über dem Yosemite-Nationalpark:
So weit weg vom heute hier,
doch das Verlangen,
es ist noch nicht verglüht.
Ich träume davon,
auch jetzt im Alter:
Wo sonst sind die Sterne so klar
am Nachthimmel wie dort?
Doch das Flugzeug,
es ist ja wohl nicht erlaubt.
Zu viel CO2.
Wird sich das noch ändern
in meinem Leben?
Bis dahin muss mir der Nachthimmel
hier in Aichwald genügen.
Und ist der nicht
auch sehr schön?
Da ist die Pfingstrose
im vollen Ornat,
die erste dieses Jahr.
.
Lange haben wir auf sie
gewartet.
Und nicht nur wir,
auch die Hummel.
.
Sie will endlich
die Blüte besuchen.
Sie schlüpft in die Blüte hinein
bis zu den Staubgefäßen.
.
Sie erhebt sich in die Luft darüber,
schlüpft aber noch mal hinein,
wälzt sich in den gelben Staubgefäßen.
.
Und nochmal die gleiche Prozedur.
Dreimal, viermal, ein fünftes Mal
und verliert sich fast
in den Staubgefäßen.
.
Ich schaue ihr zu.
Sie genießt die Wellness-Kur.
Ich möchte auch so genießen.



die männlichen oder weiblichen,
die friedensgeübten und die kriegslüsternen
alle so rechts?
Wissen die vielleicht nicht,
was sie haben
an der Demokratie?
Oder sind sie nur heller als wir?
Wollen sie nicht mehr
Durchschaubarkeit,
mehr Transparenz der Demokratie?
Natürlich auch der unseren,
die so viel Vertrauen verlangt,
so viel, also: so viel,
was sie wissen wollen,
bevor entschieden wird?
Mangelt es daran,
dass man ihnen nicht sagt,
was wann wo zu entscheiden
man sich vorgenommen hat,
ohne sie und uns zu fragen,
ob wir das auch so sehen,
was sie sich so gedacht haben
im stillen, abgeschlossenen
Kämmerlein?
Haben die Jungen nicht Recht?
Recht auf Transparenz?
Warum jemand abschreiben,
zum Beispiel Putin?
zum Beispiel einen Freund,
ja, den auch!
Lieber keinen Versuch,
mit ihm zu reden,
auch wenn dadurch sicherlich
Tausende umkommen?
Oder wenn auch nur eine*r?
Wir müssen mit ihnen reden,
sonst machen wir uns zum Täter,
zur Täterin vielleicht auch,
wenn wir es unterlassen,
was Menschen retten könnte,
nur wenigstens eine*n!
Im Grau geht der Tag bald dahin.
Grau der Himmel, grau das Meer. Ganz grau.
Bald schluckt die Nacht alle Farben des Tages.
*wieder ein 28er
Epaves du „Pays Pagan“** las ich,
und zwar auf der alten Karte an der Wand.
*noch ein Achtundzwanziger
Der April, der macht, was er will.
Mal ist Frühsommer, mal Spätwinter.
Das sind wir aber leider nicht mehr gewohnt!
*Ein Achtundzwanziger
So schee mit ihre viele Wirschdla
ond mit ihre viele Bläddr enzwischa,
omrahmt von dausende violedde Bliada
em Kreis om dia Birga rom: schpädr: „Silberbläddla“.
Oausschbrächlich schee!