Lyrisches von Helmut Maier

Kategorie: Allgemein (Seite 30 von 96)

Ein wenig Philosophie: Gut und böse

Gut und böse

Wikipedia entnehme ich das Folgende: „Der Wille ist nach [Hannah] Arendt der „Schiedsrichter zwischen Vernunft und Begehren.“ ”¦.. Die alten Griechen, Sokrates und Platon, kannten dieses Vermögen noch nicht. Paulus hat dieses Vermögen nach Arendt als erstes erkannt. Der Wille ist nach Arendt die erste Spaltung in mir und unterscheidet sich grundsätzlich vom Denken. Der Wille führt kein Zwiegespräch, keinen Dialog in mir, sondern es ist ein „gnadenloser Kampf“ zwischen mir und mir selbst.“

Das interpretiere und ergänze ich wie folgt:

Das Begehren, sofern es nicht unmittelbar ausgelebt wird, sondern sich der Vernunft stellt, fragt höchstens: Was ist für mich gut? Das Gewissen fragt: Was an Eigennutz kann ich vor der Gemeinschaft der Menschen verantworten? Den Kampf, der zwischen Begehren und Gewissen geführt wird, nenne ich die Entscheidung zwischen gut und böse. Wirklich gut ist, was ich sowohl für mich haben will als auch was ich vor der Gemeinschaft der Menschen verantworten kann. Böse ist, wenn ich nur an meinen Eigennutz denke. Immer noch gut – aber auf getrübte Weise ”“ ist es dem Nutzen der Gemeinschaft der Menschen den Vorrang einzuräumen und auf den Eigennutz zu verzichten. Ethisch gesehen entspricht Letzteres allerhöchstem Standard. Es hat etwas Heldenhaftes an sich. Allerdings nur, wenn keine andere Möglichkeit gesehen werden kann, stattdessen das wirklich Gute zu tun: dass mir selbst und der Gemeinschaft der Menschen das Handeln von Nutzen ist oder mindestens ihn nicht schmälert. Dabei darf kein Mitglied der menschlichen Gemeinschaft ausgeschlossen sein. Ist auch nur eines ausgeschlossen, ist die Handlung prinzipiell als böse zu beurteilen. Denn auch für eine kleine oder genauso größere Gruppe innerhalb der Gemeinschaft aller Menschen gilt: Nur an den Eigennutz zu denken ist böse.

(Siehe auch https://www.facebook.com/MyLadyArt/posts/10205356947784923

Geisslers Überhebung

Morgen jährt es sich zum fünften Mal, dass Geissler seinen „Schlichterspruch“ zu S21 verkündet hat.
Den präsentiere ich hier als eine Art Anagramm:

SCHLICHTERSPRUCH?
SCHLICHTER SPRUCH!!

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlichtung_zu_Stuttgart_21

Eiffelturm als Friedenszeichen

Ich zolle dem Künstler Jean Jullien meinen höchsten Respekt. Er hat den Eiffelturm als Friedenszeichen gemalt. (Siehe: https://www.bz-berlin.de/welt/eiffelturm-als-peace-zeichen-das-werk-von-jean-jullien) An Genialität ist dieses Peace-Zeichen kaum zu übertreffen. Es ist zum weltweiten Protest gegen die Terroranschläge in Paris geworden und steht gleichzeitig für die Solidarität mit den Opfern.
Ob es auch wirklich für den Friedenswillen steht, hängt wahrscheinlich vom jeweiligen User ab, der das Peace-Zeichen in dieser Form zeigt. Präsident Hollande dürfte es nicht benützen, weil seine Antwort auf die Attentate keinesfalls friedlich war und ist. Frieden, der mit dem Symbol gefordert wird, schließt die Deklaration von Krieg und tatsächlich militärisches Eingreifen von vorneherein aus. Die Erfahrungen, die Amerika und die westliche Welt mit der Antwort auf nine eleven gemacht hat, zeigt das Gegenteil: Kriegerisches Handeln hat die Welt seither schlechter gemacht: Sie hat unglaublich viele Menschenleben gekostet und keinerlei Erfolg der Friedensschaffung gebracht.

Siehe auch: https://web.de/magazine/panorama/attentat-paris/symbol-friedens-paris-31129968

Alice´s Adventures in Wonderland

Alice im Wunderland von Lewis Carroll ist 150 Jahre alt.

Sie lehrt uns, dass Unmögliches zu glauben nur eine Frage der Übung ist. Versuchen wir’s!

John Lennon hat laut Interviews aus der Beatles-Anthology zugegeben, dass er zu seinen Beatles-Kompositionen I Am the Walrus und Lucy in the Sky with Diamonds von Alice im Wunderland inspiriert wurde. (Wikipedia)
Imagine!

Der Schwarze Donnerstag 2010

Der überharte Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Gegner vor gut fünf Jahren mit weit mehr als 100 Verletzen war rechtswidrig. Beim Protest gegen die Baumrodungen im Schlossgarten am 30. September 2010 habe es sich rechtlich gesehen um eine Versammlung gehandelt, entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart. (https://www.sueddeutsche.de/politik/umstrittener-tiefbahnhof-gericht-stuttgart-polizeieinsatz-war-rechtswidrig-1.2742476?utm_medium=social&utm_campaign=socialflow)

Ich habe damals also an einer rechtmäßigen Versammlung teilgenommen, gegen welche die Polizei nicht vorgehen durfte.

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