Das Kretische Tagebuch kann hier an einem Stück gelesen und – für den privaten Gebrauch – auch heruntergeladen werden:
https://www.maierlyrik.de/blog/kretisches-tagebuch/
Lyrisches von Helmut Maier
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Abschluss der Reise: Vor etwa einer Viertelstunde ist unser Condor-Flugzeug in Heraklion gestartet (18.55 Kreta-Zeit nach Plan). Wir fliegen in Richtung Athen. Rechts von uns hat meine Frau unten Santorin entdeckt ”“ die Überreste einer minoischen Dependence oder so.
Auf der Fahrt von Paleochora nach Heraklion haben wir in Rethymno am Venezianischen Hafen Pause gemacht und „venezianische“ Pasta gegessen.
Gestern haben wir noch ein Stück E4 bezwungen: von Souya bis oberhalb von Lissos (das also ein noch offenes Ziel ist) und zurück. Die Wanderung führte durch eine großartige Schlucht, die manchmal der Samaria-Schlucht gleichkommt ”“ allerdings zur Zeit ohne wasserführenden Bach.
Vorgestern haben wir eine Fahrt durch die Berge unternommen und uns an den prächtigen Oleander-Reihungen in den Tälern und den wunderbaren Ausblicken von den Höhen erfreut. In Elos habe ich das erste Mal in meinem Leben Okra-Gemüse (Bamies: Gemüse-Eibisch) gegessen. Es sei gut gegen Krebs, las ich im Internet.
Am Eingang zu unserem Domizil in der zweiten Hälfte des Kreta-Aufenthalts
Zivil, nicht bourgeois gezähmt,
bürgerlich, dem militärischen Denken fremd,
friedliebend, aber durchaus militant
dem Massenmord mich mit andern
selber entgegenstellend,
einer von zwanzig:
ziviler Ungehorsam vor den Toren
des Bücheler Fliegerhorsts
mit seinen zwanzig todbringenden
Atomsprengköpfen.
Dazu bringt mich ihre Machtpolitik.
Die „Insel“ Elaf’onissos an der südwestlichen Küste Kretas ist ein Erlebnis: Insel ist sie nur im Winter. Im Sommer kann sie über eine Sandbank an der Lagune vorbei (dort ist ein Vogelschutzgebiet) erreicht werden. Es ist wunderschön sowohl in der Lagune als auch im offenen Meer zu schwimmen. Und mit den vielen Sandflächen ergibt sich eine traumhafte, an die Südsee oder allermindestens an Adriastrände erinnernde Landschaft. Die vielen Tamarisken tun dem keinerlei Abbruch. Elafon’issi, wie der Ort insgesamt heißt, ist fast schon allein eine Reise wert.
Einen frisch gepressten Orangensaft haben wir an dem Rastplatz genossen und noch jeweils einen kalten bzw. heißen Kaffee. Das hatten wir uns verdient: Wir waren bis hierher von Paleochora aus bei hohen Temperaturen dem Meer entlang nach Osten auf der Straße und dann dem unbefestigten Fahrweg nach der Route des europäischen Wanderwegs E4 folgend gewandert, bis es nur noch zu Fuß und in die Berge nach Lissos weitergegangen wäre.
Wir wandern nun wieder zurück. „Zu Hause“ koche ich Spaghetti mit Paprikagemüse.
Am letzten Tag vor der Weiterreise nach Paleochora bin ich ”“ bei zugegebener sehr, sehr ruhiger See ”“ in Kalamaki doch noch im Meer geschwommen. Es war schön ”“ auch dass ich die Felsplatten knapp unter der Wasseroberfläche unbeschadet passieren konnte, die bei der Brandung der vergangenen Tage so gut wie unsichtbar und dadurch nicht ganz ungefährlich gewesen sind.
Am folgenden Tag geht es also weiter in die zweite Woche auf Kreta mit dem Standort in der Ferienwohnung in Paleochora. Ich freue mich auf die Lagune bzw. „Insel“ von Elafonissos und die Samariaschlucht, die dort auf dem Programm stehen.
Nicht so spektakulär wie Knossos und Archanes, aber nicht minder bedeutend sind die Ausgrabungsstätten von Festos und Agia Triada, die auf jeden Fall eine Besichtigung wert sind und auch auf unserem Programm standen. Der Diskos von Festos (Faistos) ist noch immer nicht entziffert. Aber ich hoffe und glaube, dass die Forschungen über die Donauzivilisation und die dort gefundenen Zeichen/Schriftzeichen irgendwann ein neues Licht auf die vorgriechischen Schriften auf Kreta werfen können.

A g i a T r i a d a – Ausgrabungen eines Palastes aus der minoischen Zeit

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Prachttreppe der Palastanlage von F a i s t o s

Der Ritualweg von P h a i s t o s
Der Diskos von Phaistos (Nachbildung)
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