Lyrisches von Helmut Maier

Kategorie: Allgemein (Seite 14 von 96)

Lesen

Hurra, ich habe es geschafft: Ich habe das Buch mit 732 Seiten fertig gelesen: „Noch eine Runde auf dem Karussell . Vom Leben und Sterben“. Tiziano Terzani, ein früherer Asien-Korrespondent des Magazins Der Spiegel hat es in einer Art Einsiedelei im Himalaya vor seinem Tod geschrieben und darin sein Leben nach einer Krebserkrankung und der zunächst gelungenen Heilung durch Operation, Chemotherapie und Bestrahlung, dann die Suche nach anderen Heilmethoden, aber vor allem die Suche nach der Erkenntnis des eigenen Selbst geschildert – und damit unter anderem seine Erfahrungen mit Heilern und spirituellen Lehrern und Lehren vor allem aus der Kultur Chinas und Indiens verdeutlicht. Er hat damit der Leserin oder dem Leser (wahrscheinlich eher ihm) einen Weg gewiesen, der zur eigenen Selbsterkenntnis führen könnte. Ich habe bei der Lektüre viel erfahren und gelernt.

Regulation

Gesetzliche Regulation
fürs Ende des Winters:
Arglos unbarmherzig
drehte sie an der Uhr.
Gewohnte Zeit gab sie in Zahlung
für angeblich längere Abende
bei Helligkeit.

Dem Winter,
dem wir noch hin und wieder
durchaus begegneten,
spielte das in die Karten:
später am Morgen
wurde es wieder hell
und verleidet
wurde manchen
die Tatkraft,
die ausblieb ohne Sonnenlicht
in der aufgezwungenen
Uhrzeit.

Die störende Sphäre

Ich kenne eine Sphäre,
die mir den Grund zu spotten liefert:
Das weiß ich nun,
dass Ingenieurskunst Tand ist
(wie schon Fontane wusste),
dass teuere Investitionen,
gestützt auf sichere Zukunftsprognosen,
zu todsichern Katastophen führen,
wenn sie in Megaprojekte gesteckt werden
(die uns als Bestgeplantes angepriesen
und so für unser gutes Geld
uns also im Billig-Jakob-Stil
verkauft werden). Ich weiß,
der Brecht, der hatte Recht:
Mach du nur einen Plan, ja,
und so weiter ”¦

Berechnung der Natur soll uns gelingen?
Ach ja, was ich vergaß zu sagen, war:
Die Atmosphäre war’s, die alles durcheinander warf,
die alle Physik der Sterne ad absurdum führt:
Die sind berechenbar, weil zwischen ihnen
leerer Raum besteht, der keine Reibung kennt.
Hier auf der Erde, da reibt sich alles ja an allem
und die Natur ist unberechenbar, wenn man’s vergleicht
mit Bahnen der Planeten und der Sterne,
und dieses alles lässt mich spotten,
was brave Gläubige mir sehr verübeln.

Von wem ich diese lachende Weisheit habe?
Der Harald Lesch ist es,
dem ich solche Erkenntnis danke.

Siehe (evtl. noch einmal): https://www.youtube.com/watch?v=_ccCrhWhkTQ – um nachzuprüfen, ob ich Unsinn rede; bzw. um noch viel mehr zu erfahren, was für unser Überleben notwendig ist …

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